Das Taghaus und Nachthaus stammt aus der klassischen Astrologie. Zu Beginn der Sterndeutung konnten nur die sichtbaren Planeten berücksichtigt werden, wodurch die Anzahl wesentlich geringer war als in der Moderne. Es gab nur sechs Planeten. Grundlage der Astrologie war bereits zu diesem Zeitpunkt die Zuordnung der Himmelskörper zu Ereignissen und Situationen. Sie wurden deshalb zwei verschiedenen Tierkreiszeichen zugeordnet. Eine Ausnahme bildeten Sonne und Mond. Die Sonne besetzte das männliche Taghaus, das von Aktivität geprägt wurde, der Mond besetzte den weiblichen Gegenpol. Damit war es für die Astrologie möglich, sowohl das männliche wie auch das weibliche Prinzip in die Astrologie zu bringen und die Eigenschaften einfließen zu lassen. Die sechs Planeten wurden in ihren zwei Sternzeichen jeweils in ein Taghaus und in ein Nachthaus eingeteilt. Diese gingen mit Sonne und Mond dann Konstellationen ein, die in der Deutung berücksichtigt wurden. Dieses System veränderte sich schließlich mit der Nutzung von modernen Methoden der Himmelsbeobachtung. Als neue Planeten entdeckt wurden, büßten viele ihre Doppelstellung ein. Sonne und Mond behielten allerdings ihre Häuser, so dass die Einteilung in Taghaus und Nachthaus im Grundprinzip noch immer getroffen werden kann.

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