Unter dem Begriff Trennungshilfe werden alle Möglichkeiten der Hilfe verstanden, die notwendig sind, um eine Trennung erfolgreich zu vollziehen. Sie kann deshalb eine psychologische Beratung, sowie eine Psychotherapie oder Mediation umfassen. Vor allem im psychologischen Bereich besteht die Trennungshilfe in der Verarbeitung des Verlassenwerdens. Nach diesem entscheidenden Einschnitt stehen häufig Selbstzweifel im Vordergrund und das Selbstbewusstsein wird angegriffen. Der Mensch ist verunsichert. Hierbei handelt es sich um eine normale emotionale Reaktion. Oft steht der Kampf um den „verlorenen Partner“ im Mittelpunkt des Handelns. In der Trennungsphase wird nicht akzeptiert, dass er nicht mehr im eigenen Leben vertreten ist. Daneben müssen alle Bereiche neu geordnet werden, da bisher eine Aufgabenteilung vorhanden war, die nun wegfällt. Der bisherige Lebensentwurf wird in Frage gestellt – allerdings wird er nicht sofort aufgegeben. Die Trennungshilfe versucht dem Klienten die Möglichkeit zu geben, diese Probleme zu bewältigen. Während zu Beginn der eigentlichen Bruch mit Vordergrund steht, stellt der Aufbau eines neuen Lebensentwurfs das Ziel der Trennungshilfe dar. Darüber hinaus können noch strittige Punkte zwischen den Partnern vorliegen. Diese werden dann in einer Mediation bearbeitet. An dessen Ende soll ein Kompromiss stehen, der die Konflikte löst. Durch die Lösung dessen entsteht gleichzeitig auch eine emotionale Loslösung vom bisherigen Partner, die oftmals durch den Konflikt verzögert wird oder die Verarbeitung der Trennung unmöglich macht.

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