Die Geschichte der Hundeosteopathie

Immer häufiger haben Hunde Probleme mit dem Bewegungsapparat. Eine Hundeosteopathie soll dabei helfen, Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle, Hüft- und Ellenbogendysplasien oder auch Kreuzbandrisse zu behandeln. Die Geschichte der Osteopathie reicht bereits 130 Jahre zurück und basiert auf fünf Hauptprinzipien.

Der US-amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still gilt als Begründer der Osteopathie. Er erkannte, dass Krankheiten meist auch die Eigenbewegungen von Bändern, Muskeln, Gelenken, Knochen und Organen beeinträchtigen. Ist ein Faktor des Organismus fehlerhaft, kann das gesamte System davon betroffen sein. Osteopathie soll daher in erster Linie das Problemfeld aufspüren und somit zur Lösung beitragen.

Das zweite wichtige Prinzip, beschreibt, dass die Struktur eines Bandes, Muskels, Gelenks, Knochens oder Organs von dessen Funktion bestimmt wird und umgekehrt. Das Schienbein ist beispielsweise dicker gebaut als das Wadenbein, da es einen größeren Teil des Körpergewichts tragen muss. Ein weiteres Prinzip dient der Betrachtung des Organismus als zusammenhängende Einheit. So ist es bei einem Kreuzbandriss zum Beispiel ratsam auch die Sprunggelenke und die Wirbelsäule auf Problemherde zu untersuchen. Das vierte Prinzip besteht aus der Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung und das fünfte Prinzip schließlich, bezieht sich auf die arterielle Vernetzung des Körpers.

Vom Mensch über das Pferd zum Hund

Viele Wissenschaftler der Osteopathie unterteilen dieses Gebiet zudem in drei Bereiche: die Parietale Osteopathie (Bewegungsapparat mit Bändern, Muskeln, Sehnen, Knochen und Faszien), die Viszerale Osteopathie (Organe mit ihren Aufhängungen und umgebenden Strukturen) und die Kraniosakrale Osteopathie (Kreuzbein, Hirnhäute, Schädelknochen und ihre umgebenden Strukturen). Der Tierarzt Dominique Giniaux übertrug in den 70er Jahren diese Prinzipien auf Pferde. Erst seit 2006 kann man sich am DIPO auch zum Hundeosteotherapeuten ausbilden lassen.

Die osteopathische Therapie von Hunden weist viele Parallelen zur menschlichen Therapie auf. Häufige Ursachen der Beschwerden bei Hunden sind Muskelverspannungen oder ein Ungleichgewicht der inneren Organe. Dies lässt sich gut durch viszerale Behandlungsmethoden oder eine Kranio-Sakral-Therapie behandeln. Eine osteopathische Behandlung ist für den Hund meist schonender und auch akute Blockaden lassen sich leichter beheben.

 

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