Homöopathie für Hunde – Von Angst bis Blasenlähmung

Homöopathie für Hunde – Von Angst bis Blasenlähmung

„Similia similibus curantur – Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt”: Der Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann prägte diesen Leitsatz. Allerdings waren die Ansätze der Homöopathie bereits in der Antike bekannt. Ein homöopathisches Arzneimittel soll so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen kann wie die, an denen der Kranke leidet. Die Grundsubstanz wird einer sogenannten Potenzierung unterzogen, das heißt, sie wird wiederholt mit Wasser oder Ethanol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Dadurch wird dem Einzelmittel die möglicherweise toxische Wirkung genommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist das homöopathische Medikament gegen Angst.

1. Angst

Hat der Hund Angst ist Atropa Belladonna in der Potenzierung D30 gut geeignet. Belladonna ist der lateinische Name für die schwarze Tollkirsche. Die Pflanze ist giftig, vor allem aber die Samen, Wurzeln und Blätter. Ihren Saft träufelten sich übrigens früher häufig von Frauen in die Augen, um die Pupillen zu vergrößern und damit zur schönen Frau (bella donna) zu werden. Bei Silvesterlärm, krachenden und knallenden Feuerwerkskörpern kann man auf Borax D3 zurückgreifen. Es handelt sich um ein Mineral (Natriumtetraborat). Bei Platzangst ist Argentum nitricum D30 für den besten Freund gut geeignet. Das Silbernitrat ist gut geeignet bei Nervenstörungen mit Zittern, Schwäche und Schwindel und vor allem Panikattacken.

2. Appetitstörungen

Aber was tun, wenn der vierbeinige Freund nichts mehr fressen mag? Auch hier weiß die Homöopathie Rat: Chininum arsenicosum D4 oder Natrium muriaticum D12. Beide wirken stimmungsaufhellend und appetitanregend. Bei Schwäche kann es günstig sein, dem Hund Nux vomica als Tonikum zu geben. Aber Achtung: Da die Brechnuss Strychnin enthält, kann sie in hoher Dosierung giftig sein. Als Aufbaumittel ist Kalium phosphoricum bzw. Kaliumdihydrophosphat in einer D12-Potenzierung geeignet. Es handelt sich hierbei um das farb- und geruchlose Kaliumsalz der Phosphorsäure. Kalium phosphoricum ist hilfreich bei Erschöpfungszuständen, Durchfall und einem nervösen Magen. Bei Erschöpfung durch Flüssigkeitsverluste ist China D6 das Mittel der Wahl. Die Chinarinde ist der erste Wirkstoff, den Hahnemann untersucht hat. Bei sexueller Schwäche kann Staphisagria D6 helfen. Das giftige Stephanskraut gehört zur Gruppe der Rittersporne. Bei Einnahme erhöht sich der Sexualtrieb.

3. Bänder und Sehnen

Den empfindlichen Bändern und Sehnen der Hunde kann man mit Rhus Toxicodendron D6 Gutes tun. Sie werden aus dem Extrakt des Giftefeus, auch Giftsumach genannt, hergestellt. Diese Globuli helfen gut bei Schmerzen nach Überanstrengung, Zerrungen und Stauchungen.

4. Bindehaut

Euphrasia D3, auf Deutsch auch Augentrost genannt, ist bei Problemen mit der Bindehaut, die durch Zugluft entstanden sind, das Mittel der Wahl. Sind die Augen- bzw. Bindehautprobleme durch eine Allergie entstanden ist Apis D3 (siehe Allergie) das geeignetere Mittel.

5. Blasenentzündung

Hat sich der Hund eine Blasenentzündung eingefangen, kann Dulcamara D6 Gutes tun. Auch Dulcamara, der Bittersüß, ist eine Giftpflanze. Sie kann auch dann eingesetzt werden, wenn Hunde Beschwerden haben, die als Folge von feuchtem und kaltem Wetter entstehen. Wenn der Vierbeiner dann ständigen Harndrang verspürt und immer wieder zur Türe rennt und raus will, kann Cantharis versicatoria in der Potenz D6 helfen. Cantharis versicatoria, die spanische Fliege, ist als Aphrodisiakum bekannt, wird aber in der Homöopathie nicht so eingesetzt.

6. Blasenlähmung

Hyoscyamus niger, das schwarze Bilsenkraut in der Potenz D6 kann bei Blasenlähmung gegeben werden. Von einer Blasenatonie spricht man dann, wenn die Blase nicht entleert wird und der Hund den Harn zurückhält. Die Ursachen dafür können neuronal oder muskulär bedingt sein. Manchmal ist aber auch Blasengriess daran schuld. Wenn der Hund Pfützchen hinterlässt vor überbordender Freude, kann das mit Gelsemium sempervirens in D6 behandelt werden. Generell kann der gelbe Jasmin bei nervösen Störungen eingesetzt werden.

 

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