Homöopathie für Hunde – Von Nasenausfluss bis Ohrekzem

Homöopathie für Hunde – Von Nasenausfluss bis Ohrekzem

Der Homöopathie-Skeptiker und Wissenschaftsjournalist Christian Weymayr fordert, dass die wissenschaftliche Homöopathie-Forschung eingestellt werden solle: „Man überprüft ja auch nicht, ob Schweine aus eigener Kraft zum Mond fliegen können – obwohl das streng wissenschaftstheoretisch nicht unbedingt auszuschließen wäre“.

In der Praxis wird seine Forderung allerdings fast ungehört verhallen – zu groß ist die Wissbegierde. Die Forschung wird weitergehen und so wird man in den Medien nach wie vor mal einen euphorisierten Bericht lesen können, während der nächste Forschungsbericht die Homöopathie als Scharlatanerie abtut.

1. Nasenausfluss

Hat der Hund eine laufende Nase, ist es wichtig festzustellen, woher das kommt, um auch die dahinterliegende Krankheit behandeln zu können. Schleimige oder wässrige Absonderungen aus der Nase eines Hundes deuten darauf hin, dass eine Irritation der Nasenschleimhaut vorliegt. Die möglichen Ursachen sind mannigfaltig: Von einer allergischen Reaktion über Fremdkörper in der Nase bis hin zu Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilzen. Bei Staupe ist der Ausfluss eitrig. Dickflüssige, teilweise gelbe oder grünliche Schleimabsonderungen aus der Nase sind meist durch Bakterien- oder Pilzinfektionen in den oberen Atemwegen verursacht. Wohingegen klare, wässrige Absonderungen typisch sind bei allergischen Ursachen oder bei einer Infektion durch Viren. Hilfreich ist Euphrasia D2, bei Staupe: Pulsatilla D4.

2. Nasenspiegel

Der Nasenspiegel wird auch als Rhinarium bezeichnet. Er ist ein durch Schleimhaut gebildeter Bereich um die Nasenlöcher von Säugetieren, meist solchen, die einen guten Geruchssinn besitzen. Bei einigen Großsäugern wird der Nasenspiegel übrigens als Muffel bezeichnet. Es können sich beispielsweise darauf Schrunden und Risse durch das beständige Lecken über die Nase bilden. Als Homöopatika werden Natrium muriaticum D12 und bei älteren Tiere Sepia D6 empfohlen.

3. Neigung zur Verrenkung

Neigt der Hund dazu sich die Extremitäten zu verrenken oder gibt es Probleme mit der Wirbelsäule, kann Rhus toxicodendron D12 morgens und Chamomilla D6 abends gut helfen.

4. Nervenschmerzen

Schmerzen zeigt der Hund in der Regel erst dann, wenn es ihm richtig schlecht geht. Die Symptome sind so vielfältig wie die Ursachen. Der vierbeinige Begleiter kann Schreien, Jaulen, vermehrt gähnen, hecheln, den Bauch hochziehen, sich zurückziehen oder unvermittelt anhänglicher sein als sonst, auffällig aggressiv oder ängstlich reagieren usw. Homöopathisch kann mit Aconitum D6 oder Belladonna D6 entgegengewirkt werden.

5. Nervenquetschung

Wenn sich der Hund Nerven einzwickt, passiert das häufig an der Wirbelsäule. Im Wiederholungsfall sollte das von einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt abgeklärt werden. Es könnte sich beispielsweise um das Cauda-equina-Syndrom, eine degenerative neurologische Erkrankung, die häufiger bei großen Hunden vorkommt, handeln. Hier ist Hypericum in den Potenzierungen D4 oder D6 angeraten. Hypericum perforatum ist das Johanniskraut, auch Herrgottsblut genannt.

6. Nierenentzündung

Nierenentzündungen kommen nicht nur bei kalten Temperaturen im Winter vor. Bei Grillfeten oder auch abends im Biergarten liegt der Hund häufig im Gras oder auf dem kühlen Boden. Wenn er dann schwer aufsteht und mit steifen Beinen läuft, denkt mancher Besitzer sicher eher an einen Bandscheibenvorfall, aber auch eine mögliche Nierenentzündung sollte nicht außer Acht gelassen werden. Weitere mögliche Symptome sind Fieber und wechselnder Appetit. Hier kann Apis D3 und Cantharis D5 stündlich im Wechsel die Heilung unterstützen.

7. Ohrenentzündung

Wenn ein Hund häufig den Kopf schüttelt, ihn schief hält und sich ständig am Kopf kratzt, kann das ein Zeichen für eine Ohrenerkrankung sein. Meistens handelt es sich um eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, die behandlungsbedürftig ist. Folgende Globuli sind geeignet: Pulsatilla D200 morgens und abends über einen Zeitraum von zwei Tagen.

8. Ohrekzeme

Ein Ohrekzem kann mit Silicea D12 behandelt werden. Falls die Kieselerde nicht wirksam ist, kann auf Acidum fluoricum D6 gewechselt werden.

 

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