Homöopathie für Hunde – Von Ohrerkrankung bis Reizhusten

Ab Herbst 2014 wäre in Traunstein beinahe der recht umstrittene Studiengang Homöopathie in Zusammenarbeit mit der privaten Steinbeis-Universität Berlin angeboten worden. Der Abschluss sollte ein Bachelor of Science sein. Doch die Planer und die Akademieleitung haben dann doch entschlossen, die Planungsphase zu beenden und den Studiengang nicht starten zu lassen. In der Begründung des Kuratoriums ist zu lesen: „Inzwischen hat die Diskussion über diesen Bachelor of Science die sachliche Ebene verlassen“.

Auf der Homepage der Homöo-Akademie steht: „Das Vorhaben, die Homöopathie auf Hochschulniveau fundiert und wissenschaftlich zu lehren, scheint dennoch weite Kreise der Gesellschaft zu überfordern, auch wenn nach einer Forsa-Studie aus dem Jahre 2010 insgesamt 95% der Bevölkerung gelegentlich oder häufig auf homöopathische Arzneien zurückgreifen, was einen Bedarf an fundiert ausgebildeten Homöopathen zeigt“. Die Behandlung von Mensch und Tier mit alternativen Heilverfahren nimmt trotzdem stetig zu. Aus diesem Grund hier eine kurze Abhandlung über neun weitere Beschwerden beim Hund und deren homöopathischer Behandlungsmöglichkeiten:

1. Ohrspeicheldrüsenerkrankung

Entzündungen der Speicheldrüsen oder auch die Bildung von Speichelsteinen beim Hund ist eher selten. Bei der Meliceris oder Honigzyste bildet sich eine Ansammlung von Speichel im Gewebe. Die angesammelte Flüssigkeit ist goldgelb. Diese Zysten können Schluckbeschwerden beim Hund auslösen, wenn sie sich entzünden. Geeignete Globuli sind bei Entzündungen Pulsatilla D4. Falls nötig kann auch auf Mercurius solubilis D6 zurückgegriffen werden.

2. Onanie

Das Onanieren beim Hund, also Selbstbefriedigung, kann sexuell motiviert sein, Dominanzverhalten sein oder auch zum Stressabbau dienen. Wird dieses Verhalten übermäßig und will man dies unterbinden, kann Staphisagria D4 helfen. Ist es für den Hund mit Krämpfen verbunden, ist Bufo rana in der Potenzierung D15 hilfreich.

3. Operationen

Steht eine Operation bevor, so kann im Vorfeld Arnica D6 gegeben werden. Am Operationstag dann Phosphorus D200 und danach wieder Arnica, aber in der Potenzierung D30. Das hilft, dass die Wunden besser und komplikationsärmer verheilen können.

4. Parasiten / Zecken

Selbst bei gepflegten Hunden sind Parasiten keine Seltenheit. Belladonna, also die schwarze Tollkirsche, hilft in der Potenzierung D4 bei Zeckenbefall. Es kann sogar zur Zeckenlähmung kommen. In diesem Fall kann Nux vomica D6 verabreicht werden.

5. Parodontose

Wer von Parodontose spricht, meint meistens Parodontitis. Sie ist beim Hund eine der häufigsten Erkrankungen der Maulhöhle. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung des Zahnhalteapparats beim Hund, die durch eine Entzündung von Zahnfleisch und Zahnbett hervorgerufen wird. Im fortgeschrittenen Stadium kann sogar der Kieferknochen geschädigt werden. Zahnverlust kann die Folge sein. Sie beginnt häufig schon im Alter von zwei Jahren. Bereits im Alter von fünf Jahren haben vier von fünf Hunden eine nachweisbare Parodontitis. Als Homöopathika sind gut geeignet: Silicea D4 und Natrium phosphoricum D4 im täglichen Wechsel.

6. Pilzbefall der Haut

Ist die Haut des Hundes akut von einem Pilz befallen, ist die Gabe von Sulfur D6, Calcium carb. D6, Lycopodium D6 und Arsenicum album D6 angeraten.

7. Prostataentzündung, akut

Die Prostata ist eine Drüse, die die Harnröhre umschließt. Wenn die Prostata sich entzündet, schwillt sie an und kann so die Harnröhre zudrücken. Man spricht dann von einer Prostatitis. Das Wasserlassen wird dann entsprechend schwierig und meist auch schmerzhaft für den Rüden. Belladonna D6 und Pulsatilla D6 im stündlichen Wechsel können hier helfen.

8. Räude

Räude bei Hunden äußert sich in Form von Hautproblemen, die durch deutlich sichtbaren stellenweisen Haarausfall zu erkennen sind. Ausgelöst wird Räude durch Milben unter der Haut, die Juckreiz verursachen. Der Hund muss dringend zum Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Als Zusatztherapie kann homöopathisch Sulfur D200 verabreicht werden.

9. Reizhusten

Auch der Hund kann unter Reizhusten leiden. Dieser kann verschiedene Ursachen haben und damit auch multifaktoriell bedingt sein. Das sollte abgeklärt werden. Spongia D6 oder auch Arsenum jodatum in der Potenzierung D12 können aber gut helfen.

 

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