Tierheilkunde - Pflanzliche Hilfsmittel für Pferde

Über die Alternativmedizin bei Pferden

Bei Pferden ist die Anwendung von pflanzlichen Heilmitteln weit verbreitet und vor allem erfolgreich. In Deutschland gibt es inzwischen unzählige Pferdeheilpraktiker, die sich meist auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben.
In der Phytotherapie beschäftigt man sich mit der Anwendung von pflanzlichen Mitteln bei kranken Pferden. Oftmals werden die Pflanzenheilmittel zur langfristigen, präventiven oder begleitenden Behandlung verwendet, manchmal auch bei akuten Zuständen.

Häufig verwendete Mittel

Wie auch bei vielen anderen Tieren, sind Bachblüten bei Pferden ein beliebtes Mittel für die Psyche. Es gibt 38 verschieden Bachblüten, die jeweils zu Behandlung von einem Gemütszustand gebraucht werden. Angst, Panik, Unsicherheit, Überempfindlichkeit oder Stress in den unterschiedlichsten Situationen, zum Beispiel beim Verladen oder beim Hufschmied, gehören zu den typischen Verhaltensweisen, die mit Bachblüten behandelt werden können.

Für Notfälle gibt es die sogenannten „Rescue Remedy“ Tropfen, die aus einer speziellen Bachblüten-Mischung bestehen. Weißdorn eignet sich bei Pferden für die Behandlung von chronischer Bronchitis, Herzproblemen und des Kreislauf- Systems. Seine Inhaltsstoffe erhöhen die Herzmuskelkontraktion und damit die Herzfrequenz. Das aus dem Kraut des Thymians gewonnene Öl wird aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung sehr geschätzt und unter anderem zur Behandlung von Pilzinfektionen oder Wurmbefall eingesetzt. Außerdem lindert es Blähungen und wird wegen seiner entkrampfenden Eigenschaft oft zur Behandlung von Bronchitis verwendet. Das Kraut kann auch unter das Futter gemischt oder in Form eines Teeaufgusses verabreicht werden.

Um eine Steigerung der Resistenz gegen bestimmte Viruskrankheiten zu erreichen wird für Pferde häufig Echinacea in Form von Saft oder Präparaten verwendet. Ein sehr oft genutztes Heilmittel ist die Brennnessel: Sie kann dem Pferd als getrocknetes Kraut oder als Pulver unter das Futter gemischt oder als Saft verabreicht werden. Die Wirkungen der Brennnessel sind vielfältig, unter anderem fördert sie das Huf- und Haarwachstum. Zudem wirkt sie entzündungshemmend, entgiftend und entwässernd, blutstillend und harntreibend. Sollte das Pferd unter Nieren- oder Herzproblemen leiden, darf die Brennnessel jedoch unter keinen Umständen verabreicht werden, da sie das Krankheitsbild verschlechtern würde. Auch homöopathische Mittel haben sich bei Pferden bewährt. Grundsätzlich sollte der Pferdehalter immer in Rücksprache mit einem Tierarzt, einem Tierheilpraktiker oder einem Homöopathen handeln. Um das Krankheitsbild richtig beurteilen zu können und dann das passende pflanzliche Heilmittel auszuwählen, ist dies sehr zu empfehlen.

 

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