Monarchfalter: Naturschauspiel vor dem Aus?

Tierwanderungen sind immer ein Naturschauspiel. Die Wanderung der amerikanischen Monarchfalter, ein auffällig orange-schwarzer Schmetterling, gehört mit zu den größten Naturwundern der Welt. Jetzt steht die Wanderung im Westen Amerikas jedoch vor dem Aus.

In jedem Jahr machen sich Millionen Monarchfalter (Danaus plexippus) aus dem östlichen Teil der USA auf den weiten Weg in das mexikanische Hochland, um zu überwintern. In einer eher kleineren Variante findet dieses Naturschauspiel auch an der amerikanischen Nordküste statt, wo die Schmetterlinge sich in Kalifornien sammeln. Bekannt ist diese Wanderung durch unzählige Dokumentationen und Naturfilme, die laut Wissenschaftlern nun jedoch vor dem Aus stehen soll.

Drastischer Rückgang der Monarchfalter erkennbar

In der Fachzeitung „Biological Conservation“ schreiben Biologen, dass seit den 80er Jahren die Wanderung von circa 10 Millionen Tiere auf 300.000 zurückgegangen sei. Bereits kleine Katastrophen wie Waldbrände oder kalte Winter könnten den Bestand der Schmetterlinge völlig auslöschen. Die Tiere sitzen im Winter nahe beieinander auf Bäumen, um sich gegenseitig zu schützen. Nimmt jedoch die Zahl an Insekten ab, wird dieser Schutz geringer. Im Frühjahr reisen die Falter wieder los, pflanzen sich fort und legen Eier an Hundsgiftgewächsen ab, wovon sich Raupen ernähren.

Bisher ist unklar, warum der Bestand des Monarchfalters so stark gesunken ist Wissenschaftler vermuten, dass der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, der auch die Futterquellen der Schmetterlinge befällt, ein Grund ist. Viele Raupen verenden demzufolge wegen zu wenig Nahrung. Aber auch extreme Wetterlagen oder Kahlschläge in den Gebieten der Überwinterung können Ursachen für den Verlust der Tiere sein. Insbesondere die im Westen lebenden Monarchfalter sind stark gefährdet.

Die Schmetterlinge sind während der kalten Monate in einem überschaubaren Gebiet in Mexiko und lassen sich demzufolge leicht erfassen. Sowohl der Einsatz von Pestizide in der Landwirtschaft, als auch die illegale Zerstörung der Nadelwälder in Mexiko spielt bei dem Rückgang der Tierart eine große Rolle. Wenn sich nicht frühzeitig Gegenmaßnahmen finden, befürchten Wissenschaftler, dass dieses beeindruckende Naturschauspiel vor dem Aus steht.

 

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