Die häufigsten Tierkrankheiten - Über Tierarten hinweg

Tierkrankheiten stellen für den Halter immer ein Problem dar. Sie führen teilweise zu hohen Kosten und ganz vermieden werden können die Erkrankungen des tierischen Freundes nicht. Es gibt allerdings keine gleichmäßige Verteilung der Erkrankungshäufigkeiten. Vielmehr können einige Tierarten Krankheiten entwickeln, die andere Tiere nicht oder kaum betreffen. Verschiedene Ursachen sind für die Entwicklung von Krankheiten verantwortlich.

Wie entstehen die häufigsten Tierkrankheiten?

Häufige Erkrankungen bei allen Haustieren sind genetische Veränderungen. Hierbei spielt vor allem die Zucht eine große Rolle. Innerhalb der Zucht werden erwünschte Merkmale in besonderer Weise herausgezüchtet. Daher kommt es hier immer wieder zu genetischen Veränderungen – die Tiere sind überzüchtet. Einige genetische Krankheiten treten bei einigen Tierarten gehäuft auf und sind weit verbreitet.

Oftmals sind die Veränderungen sogar nur bei einer einzigen Rasse zu beobachten, während andere Tiere der Art frei von den Veränderungen sind. In einigen Fällen treten die genetischen Dispositionen allerdings auch quer über die gesamte Art verteilt auf. Nicht nur die Gene spielen häufig im Bereich der Tierkrankheiten eine wesentliche Rolle. Vielmehr können die Arten Krankheiten entwickeln, an denen andere Arten nicht erkranken können. Hierfür spielt es vor allem eine Rolle, welche Tierart für welchen Erreger anfällig ist.

Viele Erreger gehen nur auf eine bestimmte Tierart über. Ist der Erreger bei einer anderen Tierart vorhanden, löst er oftmals keine Symptome aus. Bei der Frage nach den häufigsten Tierkrankheiten ist daher auch immer ein Faktor, welche Tierart diese betrifft. Und schließlich spielen auch die Haltungsbedingungen eine wesentliche Rolle. Es gibt Erkrankungen, die nur davon abhängig sind, wie ein Tier gehalten wird. Ganz deutlich wird dies bei Katzen. Ein Freigänger kommt im täglichen Leben mit einer Vielzahl von Bakterien und Parasiten in Berührung. Daher kann er auch von Zecken und Flöhen besiedelt werden. Diese übertragen dann Krankheiten, die sich in ganz konkreten Symptomen äußern können.

Eine Wohnungskatze kommt mit diesen Parasiten kaum in Berührung. Beim Beispiel der Zecken kann sogar gesagt werden, dass die Chancen, dass die Wohnungskatze mit einer Zecke in Berührung kommt, nahezu gegen null tendieren. Daher ist die Wohnungskatze kaum gefährdet, sich mit einem Erreger zu infizieren, der von den Zecken übertragen wird. Zudem kann auch die Nutzung des Tieres dazu führen, dass eine Krankheit ausgebildet wird.

Gerade bei Arbeitstieren ist die Chance groß, dass sie Erkrankungen entwickeln, die durch die Arbeit entstehen. Gleiches gilt auch für die sozialen Interaktionen der Tiere. Herdentiere können unter Umständen wesentlich einfacher bestimmte Krankheiten entwickeln, da sich diese leicht ausbreiten können, als Einzelgänger.

Die häufigsten Krankheiten über Tierarten hinweg

Eine Aussage zu den häufigsten Tierkrankheiten ist insgesamt nur bedingt möglich. Eine grobe Einteilung kann allerdings durchaus vorgenommen werden. Zu den häufigsten Tierkrankheiten gehören die Infektionen mit verschiedenen Erregern. Ihnen ist gemeinsam, dass sie sich durch Fieber äußern und den Allgemeinzustand des Tieres verschlechtern. Das Tier frisst nicht mehr oder liegt nur auf seinem Platz. Dazu kommen dann noch die spezifischen Symptome, die für die jeweilige Erkrankung typisch sind, wie Husten oder Schnupfen. Ebenfalls häufig anzutreffen sind bei nahezu allen Tierarten Tumore. Sie äußern sich immer durch eine lokale Schwellung, die deutlich sichtbar ist und wächst. Auch hier können weitere Symptome auftreten, die dann das spezielle Problem aufzeigen.

Auch in diesem Zusammenhang gilt allerdings, dass die Häufigkeit der einzelnen Tumore durchaus von der Tierart selbst abhängt. Eine Erkrankung durch Parasiten ist ebenfalls sehr häufig gegeben. Sie zeigen sich oftmals direkt durch Schuppen oder auch durch Kratzspuren. Liegen die Parasiten innerlich vor, dann haben die Tiere oft Durchfall und starke Blähungen. In vielen Fällen ist Blut dem Stuhl beigemischt.

Je nach Erreger können die Tiere die Nahrungsaufnahme einstellen. Zu den häufigsten Tierkrankheiten gehören inzwischen auch Allergien. Viele Tiere reagieren auf das Futter allergisch. Dies wird ebenfalls durch starkes Jucken sichtbar. Daher leiden viele Tiere unter ähnlichen Symptomen, wie sie auch bei Parasiten beobachtet werden können. Tiere mit Fell reißen sich oft die Haare aus, sodass das Problem in diesem Zusammenhang deutlich sichtbar wird.

Häufige Tierkrankheiten sind zudem auch immer wieder psychischer Natur. Diese Probleme werden dann durch eine schlechte Haltung und frühere Lebenserfahrungen bedingt. Je nach Tierart können die Auslöser unterschiedlich sein und sich in vielfältiger Weise zeigen. Eine generelle Aussage über die Symptome kann nicht gemacht werden. Vielmehr ist die Erscheinung vom Tier selbst, seiner Art und seiner Rasse abhängig.

Auch eine Mangelernährung tritt immer wieder auf. Hierbei werden einige Nährstoffe nicht ausreichend zugeführt. Häufig zu finden sind diese Mangelerscheinungen bei Reptilien. Aber auch alle weiteren Tierarten leiden sehr häufig darunter, wenn auch mit geringen Erscheinungen, da die Futtermittel inzwischen eher hochwertig sind. Verschiedene Grundprobleme des Tiers können den Bedarf allerdings verändern, wodurch dann die Mangelerscheinungen auftreten. Neben diesen häufigen Erkrankungen, die bei nahezu allen Arten und Rassen auftreten können, existieren auch die artspezifischen Erkrankungen.

 

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