Krankheiten von Reptilien

Exotische Haustiere können Krankheiten übertragen. Oftmals sind sich die Tierhalter dessen nicht bewusst. Importierte Reptilien können beispielsweise an Zeckenbefall leiden und gefährliche Erreger von anderen Kontinenten mit zu uns bringen. Auch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten können auf Menschen übertragen werden.

Besonders Schildkröten und Leguane tragen Krankheitserreger in sich, dabei zählen sie zu den beliebtesten Reptilien bei Kindern und Jugendlichen. Die Erreger können Salmonellen transportieren oder zu einer Hirnhautentzündung führen. Zwei französische Institute forschten zu diesem Thema. In einer Langzeitstudie untersuchten sie 77 Kinder, die an Infektionen erkrankten, die auf Reptilien zurückzuführen waren. Drei dieser Kinder starben, eines an Hirnhautentzündung, zwei an Salmonellen.

Experten vermuten, dass etwa 50 Prozent aller Echsen und Schlangen mit Salmonellen infiziert sind. Salmonellen sind extrem hartnäckig und können mehrere Wochen ohne einen Träger überleben. In den USA sind ganze 14 Prozent der Salmonellen-Infektionen auf Schildkröten zurückzuführen. Um eine Infektion zu vermeiden, ist es wichtig auf hochwertiges und hygienisch reines Futter zu achten.

Bakterien und Würmer

Auch Campylobacter-Bakterien können von Reptilien übertragen werden. Sie entzünden den Magen und verursachen Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Tierhalter können sich infizieren, wenn das Trinkwasser der Tiere in offene Wunden gerät, oder die Tiere kleine Kratzer auf der Haut hinterlassen.

Mykobakterien (M. Marinum, M. Avium oder M. Tuberkulosis) gehören zu den gefährlichsten Erregern, die der Mensch von Reptilien erhalten kann. Sie werden über offene Wunden oder auch die Atemwege übertragen. Bei Menschen mit einem eher schwachen Immunsystem können dieses Bakterien zu einer chronischen Lungenentzündung führen.

Die sogenannten Zungenwürmer leben im Körper von Schlangen. Im Kot und im Speichel der Reptilien legen sie ihre Eier ab. Bei der Reinigung des Terrariums laufen Menschen somit Gefahr, sich zu infizieren. Die Eier werden zu Larven, die sich im Gewebe einnisten und anschließend über den Darm in Leber, Lunge oder Milz wandern. Auch einige Milbenarten, wie die Schlangen- oder Laufmilben können auf den Menschen überspringen, sie lösen Entzündungen und starken Juckreiz aus.

 

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