Tollwut – eine Epidemie in Indien

Tollwut – eine Epidemie in Indien

In Zeiten der Ebola den Blick auf die Tollwut zu richten, mag zunächst verwundern. Angesichts von ca. 20.000 Menschen, die jedes Jahr alleine in Indien an Tollwut sterben, erscheint ein genauer Blick auf die Ursachen dieser epidemischen Verbreitung von Tollwut in Indien jedoch angebracht.

Übertragung der Tollwut

Tollwut wird in 99% der Fälle über den Hund übertragen. Das Virus ist im Speichel eines tollwütigen Hundes vorhanden. Der Infektionsweg führt üblicherweise über einen Biss oder eine Kratzwunde. Auch durch direkten Kontakt von infiziertem Speichel mit Schleimhäuten ist eine Übertragung möglich. Das Virus verursacht eine fast immer tödliche Enzephalitis (Gehirnentzündung).

Situation in Indien

Ärzte und Krankenschwestern in Indien haben schon viel Schmerz und Verzweiflung gesehen. Kinder, die von tollwütigen Hunden gebissen wurden, werden von ihren Eltern oftmals zu spät ins Krankenhaus gebracht. Dabei existiert ein Schutz durch eine Impfung, die aus mehreren Injektionen an verschiedenen Tagen besteht und zudem alle zwei bis fünf Jahre aufgefrischt werden muss. Aber die Impfung gegen Tollwut kommt in Indien bei den Menschen nicht an: zu kompliziert, zu aufwendig, zu teuer. Eine Flasche mit Serum kostet 5000 Rupien, umgerechnet 64 Euro. Bei 25 Millionen Menschen, die im Großraum Delhi leben, hat nur ein Krankenhaus die benötigten Antikörper vorrätig. So fahren die Menschen mit Rikschas, Bussen oder Fahrrädern in dieses 35-km außerhalb der Stadt Delhi gelegene Krankenhaus. Andere Krankenhäuser werden privat geführt, die Patienten müssen dort selbst zahlen.

Behandlung von Tollwut

Werden Menschen mit Verdacht auf Tollwut in ein Krankenhaus in Indien gebracht, wird die Wunde zunächst mit Seife gereinigt, gründlich gespült und mit Jod behandelt. Anschließend wird das Tollwut-Immunglobulin um die Wunde und in den Arm gespritzt. So wird verhindert, dass das Virus in das zentrale Nervensystem eindringt und die tödliche Entzündung des Gehirns auslöst.

Impfung von Tieren als Lösung?

In Indien versucht man angesichts der geschilderten Situation, die Tollwut-Gefahr durch die Tiere einzudämmen. Da das Töten der Hunde gesetzlich verboten ist, werden diese gefangen, geimpft und wieder freigelassen. Ein aussichtsloses Unterfangen angesichts einer Hundepopulation von ca. 25 Millionen Tieren und einer Durchimpfungsrate von ca. 80 %, die nötig wäre, um die Tollwut in den Griff zu bekommen. In Indien führt man noch immer einen Kampf gegen die Zeit und gegen die tödliche Infektion mit Tollwut.

 

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