Wenn der Hund nicht mehr fressen will

Wenn ein Hund nicht mehr fressen will, dann liegt meistens eine Verletzung oder Erkrankung vor. Dennoch kann nicht immer sofort geklärt werden, wo genau das Problem lokalisiert ist. Schließlich können Tiere nicht sprechen. Allerdings können die Ursachen für die Futterverweigerung durchaus eingegrenzt werden, wenn bekannt ist, worauf zu achten ist.

Grundsätzlich muss das Verweigern des Fressens nicht mit einer Verweigerung der Flüssigkeitsaufnahme verbunden sein. Beide Bereiche können durchaus getrennt voneinander betrachtet werden. Verweigert der Hund zwar das Fressen, nicht aber das Trinken, ist die Problematik weniger dramatisch. Trinkt der Hund allerdings zudem nicht mehr, dann können sich sehr schnell gefährliche Folgen ergeben. Wenn das Tier zudem noch erbricht, wird der Zustand nach kurzer Zeit bereits kritisch. Dennoch ist nicht jede Futterverweigerung direkt als Erkrankung zu werten. Es gibt Hunde, die durchaus nicht alles fressen. In diesem Fall kann es sein, dass das Tier sein Futter nicht anrührt, weil ihm die Nahrung nicht zusagt. Dies ist keine Erkrankung, sondern es handelt sich in diesem Fall um einen Erziehungsfehler. Dieser tritt dann auf, wenn der Hund lernt, dass er anderes Futter bekommt, wenn er sein eigentliches Futter verweigert. Hunde sind intelligent genug, um zu wissen, dass sie vom Tisch des Herrchens aus der Hand gefüttert werden, wenn sie nur lange genug nichts fressen. Bevor daher von einer Erkrankung ausgegangen wird, sollte zunächst dieser Umstand überprüft werden.

Verletzungen und Infektionen der Maulhöhle

Die Häufigkeit der Futterverweigerung durch Erziehungsfehler ist allerdings eher gering. Viel problematischer wird es, wenn der Hund eigentlich in der Regel genügend frisst und plötzlich kein Futter mehr anrührt. Ein häufiges Problem besteht darin, dass eine Verletzung der Maulhöhle vorliegt. An dieser Stelle können viele Ursachen vorhanden sein. Eine Ursache ist beispielsweise eine Verletzung, die Schmerzen verursacht, wenn das Tier frisst. In diesem Fall trinken die Hunde häufig noch, da durch das Wasser keine Schmerzen verursacht werden. Vor allem am Zahnfleisch kann es zu solchen Verletzungen kommen, wenn das Tier Knochen zerkaut hat. Aber auch Verletzungen in der restlichen Mundhöhle können das Problem verursachen. Neben Verletzungen können auch Infektionen die Fressverweigerung auslösen. Häufig sind dann die Schleimhäute gerötet oder es bildet sich ein Belag auf den Schleimhäuten, der deutlich abgesetzt ist. Oftmals sind diese Beläge weiß-gräulich, können aber auch andere Farben haben. Als weitere Ursache können Zahnschmerzen genannt werden, die ebenfalls für eine Verweigerung des Futters sorgen können. Treten die Schmerzen nur direkt beim Fressen auf, dann ist dies daran zu erkennen, dass der Hund einmal beißt, kurz Laute ausstößt und das Futter dann nicht mehr anrührt. Sind die Schmerzen dauerhaft vorhanden, dann wird sich der Hund durch ein Winseln bemerkbar machen. Um festzustellen, ob derartige Probleme vorliegen, sollte daher immer das Maul des Hundes gründlich abgesucht werden. Sind Auffälligkeiten vorhanden, ist die Ursache meistens bereits geklärt. Es sollte allerdings auch nach einer Klärung immer ein Tierarzt konsultiert werden, da die Probleme behoben werden müssen.

Speiseröhre und Magen-Darm-Trakt

Sind im Maul keine Veränderungen festzustellen, dann kann auch Fieber eine Ursache der Futterverweigerung sein. Daher sollte die Temperatur gemessen werden. Ist die Temperatur erhöht, dann handelt es sich um eine Infektion. Diese muss allerdings nicht auf den Magen-Darm-Trakt bezogen sein. Vielmehr kann jede Infektion dazu führen, dass Hunde das Fressen verweigern, wenn sie krank sind. Ist kein Fieber feststellbar, dann kann es sich nur noch um ein Problem des Magen-Darm-Trakts oder der Speiseröhre handeln. Auch die Speiseröhre des Hundes kann infiziert werden. Pilzerkrankungen oder Verletzungen durch scharfe Knochen können die Ursache für das Verhalten sein. Gerade bei Pilzen ist dies häufig auch im Rachen in Form einer Entzündung ersichtlich. Eine Entzündung kann allerdings nicht immer deutlich zu erkennen sein. Erbricht der Hund, dann kann eine Magen-Darm-Infektion vorliegen. Hierbei sollte einfach eine Schonkost eingehalten werden. Das Tier muss dabei einen Tag lang fasten und bekommt nur Wasser. Danach wird dann begonnen, eine Schonkost einzuführen, die langsam aufgebaut wird. Gekochter Reis mit Huhn ist hierfür ideal. Verträgt der Hund das Futter, kann begonnen werden, die Futtermenge langsam wieder zu steigern.

 

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