Was kann man tun, wenn die Katze nicht aufhört zu beißen?

Was kann man tun, wenn die Katze nicht aufhört zu beißen?

Sicherlich kann jeder Katzenbesitzer bestätigen: Müsste man das Verhalten der Haustiger mit zwei Eigenschaften beschreiben, kommen vor allem zwei Charakteristika in den Sinn: Verspieltheit und ein eigenes Wesen. Letztere Eigenschaft hat wohl mancher schon schmerzhaft erleben müssen, denn leicht kann es sein, dass Katze oder Kater während des Spielens zubeißt oder kratzt. Was kann man gegen dieses Beißen und Kratzen tun?

Das Katzen ganz eigene Wesen sind, ist hinlänglich bekannt. Nicht immer sind sie zum Beispiel, im Gegensatz zu Hunden, zum Spielen aufgelegt. Doch was tun, wenn der Stubentiger ständig beißt oder allgemein aggressives Verhalten zeigt? Bevor Maßnahmen ergriffen werden, gilt es zunächst, Ursachenforschung zu betreiben; denn das aggressive Verhalten der Katze kann mehrere Gründe haben. Zunächst sollte die Möglichkeit einer Krankheit ausgeschlossen werden; kann der Tierarzt keine Ursache feststellen, sollte überlegt werden, ob häusliche Stressquellen für das Tier bestehen. Zu wenig Freigang oder geringe Abwechslung können die Auslöser sein. Unter Umständen kann daher, falls möglich, auch die Anschaffung einer zweiten Katze das Problem der Langeweile bzw. Einsamkeit lösen.

Doch bevor ein solcher Schritt in Erwägung gezogen wird, ist es ratsam, das genaue Verhalten des Stubentigers zu beobachten; ein guter Anhaltspunkt sind dabei die Augen: Blinzelt die Katze langsam oder zwinkert sie, ist das in der Regel ein Zeichen der Zuneigung; zu dieser Geste gehört, dass die Katze den Blickkontakt mit dem Abwenden des Kopfes unterbricht – denn nur einen potenziellen Reviergegner würde sie anstarren. Daher sollte man auch tunlichst dem Vorbild des Tieres folgen und einen längeren Blickkontakt vermeiden. Andererseits ist natürlich Vorsicht angebracht, wenn der Stubentiger den Augenkontakt für längere Zeit hält; denn dieses Verhalten offenbart – gepaart mit verengten Pupillen –zweifellos Aggressionspotenzial.

Auch über die Ohren verrät die Katze einiges über ihren Zustand; kier können zwei Varianten unterschieden werden: Sind die Lauscher flach angelegt, deutet dies auf eine sogenannte Fight-or-flight-Reaktion hin: Die Katze hat eine potenzielle Gefahrenquelle ausgemacht und wird sich – sofern die Bedrohung bestehen bleibt – auf einen Angriff („fight“) vorbereiten oder die Flucht („flight“) ergreifen. Anders sieht es aus, wenn der Stubentiger eine Beute ausgemacht hat: Dann stellt er die Ohren hoch auf, um jedes kleinste Geräusch wahrnehmen zu können. Ist die Katze entspannt, kann man in der Regel langsame Bewegungen der Ohren wahrnehmen, die bedeuten, dass auf Umgebungsgeräusche reagiert wird.

Eine gute Kenntnis der Gesten und Verhaltensweisen der Katze ist besonders dann wichtig, wenn man ihr aggressives Verhalten abtrainieren möchte. Sollte der Haustiger beispielsweise im Spiel mit Ihnen zu weit gehen und die Krallen oder Zähne ausfahren, wird geraten, der Katze mit einem resoluten „Nein“ auf die Pfote zu tippen, um ihr zu signalisieren, dass ihr momentanes Verhalten in Zukunft unterbleiben soll. Schlagen darf man das Tier jedoch in keinem Fall; außerdem kann eine solche Konditionierung nur wirken, wenn der Katze ohne Verzögerung gezeigt wird, dass die gerade gezeigte Verhaltensweise nicht toleriert wird. Andernfalls wird das Tier die Ermahnung nicht verknüpfen können und ein Lerneffekt bleibt aus. In jedem Fall verdient Ihr Stubentiger auch bei aggressivem Verhalten zweierlei: Viel Geduld und vor allem Zuneigung.

 

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