BARF - wie gut ist die natürliche Hundenahrung?

BARF – wie gut ist die natürliche Hundenahrung?

BARF ist ein Begriff, der immer wieder im Bereich der Ernährung von Hunden auftaucht. Viele halten diese natürliche Form der Hundenahrung für das erstrebenswerte „Ideal“. Einfach nur Fleisch füttern und der Rest erledigt sich dann von selbst? Falsch! BARF ist wesentlich weitreichender, als allgemein bekannt ist.

Die Methode erfordert einen hohen Zeitaufwand, der sich unter Umständen allerdings tatsächlich lohnen kann. Die Abkürzung steht für Born-Again-Raw-Feeders was soviel bedeutet wie die wiedergeborene Rohfütterer. Eine andere Erklärung für den Begriff ist, dass er als Abkürzung für Bones-And-Raw-Foods steht, das mit Knochen und Rohfutter übersetzt werden kann. Egal welche Bezeichnung verwendet wird, sie spiegelt sehr genau das Prinzip wieder.

Wie BARF entstand und was sich dahinter verbirgt

Die Methode wurde vor allem für Hunde entwickelt, eignet sich allerdings auch für andere Haustiere, die in der Natur Fleisch fressen. Grundlage für die Methode ist die Erkenntnis der normalen Ernährung, wie sie auch in der Natur gefunden werden kann. Um diese Kenntnisse zu sammeln, wurden die Gewohnheiten von Wölfen und Wildhunden untersucht.

Auch die Untersuchungen von Mageninhalten gefundener Tiere flossen in die Ernährungslehre ein. Auf diese Weise wurde schließlich ein Konzept entwickelt, das für den Hund nach Meinung der Entwickler ideal sein soll. BARF wurde zum Mittelpunkt einer ganzen Bewegung, die sich der artgerechten Haltung verschrieb und dabei genau auf die natürlichen Bedingungen achtet. Tierliebhaber, die ein besonders gutes Futter für ihren Vierbeiner möchten, schwören auf die Methode und preisen sie teilweise als bestes Futter überhaupt an.

Wie die Ernährung funktioniert

Die Ernährung selbst besteht dabei aus Fleisch, Knochen sowie Gedärm und auch Kräuter finden ihren Platz innerhalb der Anwendung. Die Zutaten werden im Rohzustand verfüttert. Um die ideale Mischung zu finden, muss der Hundehalter über ein gutes Wissen bezüglich der Tiere und ihres Bedarfs verfügen.

Daher kann nicht einfach bedenkenlos jedes Futter verfüttert werden. Vielmehr gleichen die Rezepte einem Ernährungsplan, den es genau einzuhalten gilt. Berücksichtigt wird dabei, welche Nährstoffe welche Zutat bietet. Die Gesamtmenge der Inhaltsstoffe muss danach berücksichtigt werden und auch die Energiemenge muss in die Berechnung einfließen. Halter, die hier einen einfachen Weg suchen, können alternativ auch Rezepte aus dem Internet beziehen oder Bücher zu diesem Thema lesen.

Streitpunkte der Ernährung

Ganz unumstritten ist die Methode allerdings nicht. Das Problem ist, dass die frischen Kräuter in der BARF-Ernährung von Hunden in der Natur in dieser Form nicht aufgenommen werden. Vielmehr werden sie mit den Beutetieren mitgefressen. Sie liegen dann im Magen vor und sind daher bereits vorverdaut. Durch die Aufschlüsselung der Kräuter im Magen der Beute, wird sie auch für den Hund verdaulich. Zudem treten während der Ernährung immer wieder Mangelerscheinungen auf. Auch Magen- und Darmprobleme sind immer wieder zu beobachten.

Zahnfrakturen und andere Verletzungen durch Knochen können zudem eine starke Beeinträchtigung darstellen. Zugleich ist das Fleisch nicht ausreichend frisch. Hunde und Wölfe erlegen die Beute und fressen sie danach direkt auf. Dadurch können sich die Keime nicht ausbreiten. Bei BARF wird dieser Umstand nicht angetroffen. Das Fleisch ist bereits einige Zeit alt, so dass Keime sich verbreiten konnten. Die Folge davon können Infektionen sein. Auch Salmonellen und Ähnliches sind immer wieder anzutreffen, die dann weniger dem Hund als vielmehr dem Menschen schaden. Der Hund bleibt durch die Erreger beschwerdefrei, kann sie allerdings über einen langen Zeitraum ausscheiden und damit auf den Menschen übertragen.

Alternative zu BARF

Wer die Risiken ausschließen will, der sollte zumindest tiefgekühltes Fleisch verwenden, da hier keine Belastungen zu erwarten sind. Zudem können geeignete Gemüse zugesetzt werden, so dass eine vollwertige Ernährung entsteht. Die Regeln des BARF können dabei durchaus eingehalten werden, wenn auch mit kleinen Abweichungen.

Fazit

BARF ist die natürlichste Fütterungsmethode, die für Raubtiere überhaupt eingehalten werden kann. Im Vordergrund stehen die unbehandelten und natürlich im Speiseplan der Hunde vorkommenden Zutaten. Das Fleisch wird dabei mit Karotten, Kartoffeln und anderen Gemüsesorten gemischt und liefert daher ideale Voraussetzungen.

Ein Nachteil ist allerdings der hohe Zeitaufwand. Tierhalter müssen die Ernährung einlesen können oder wollen, finden auf einschlägigen Portalen zum Thema viele verschiedene Rezepte, die bereits bewährt sind und daher bedenkenlos eingesetzt werden können.

 

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