Tierheilkunde – Beschwerden & Symptome

Jedes dritte Haustier in Deutschland leidet an Übergewicht

Nach Schätzungen von Tierärzten haben wohl ca. 30% aller Haustiere Übergewicht. Tieren geht es nicht anders als und Menschen, das Gewicht erschwert den Alltag und kann bei Tieren einen längeren Spaziergang zur Qual werden lassen.

Durch Übergewicht sinkt die Lebenserwartung von Haustieren

Das ist sehr schade, es gibt allerdings Tricks um dem entgegen zu wirken oder um dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst soweit kommt. Bello ist der Hund einer Leipziger Hundebesitzerin und er ist nach der Kastration ziemlich in die Breite gegangen. Aktuell hat er zwei Kilo zu viel drauf und sein Frauchen sagt, dass er, wenn sie ihn ließe, essen würde bis zum Erbrechen. Das ist so ähnlich wie bei Wölfen. In diesem Fall liegt es an den Haltern, das Fehlverhalten der Tiere wieder zu korrigieren.

Laut Tierärzten sind die häufigsten Gründe für Übergewicht zu wenig Bewegung, das falsche Futter oder auch zu viele Leckereien. Nicht selten liegt es leider auch an einer teuflischen Kombination aus allen drei Gründen. Um festzustellen, ob Dein Haustier übergewichtig ist, ist sehr einfach. Ein Tier gilt in der Regel dann als zu dick, wenn man die Rippen nicht mehr ohne Druck fühlen kann oder auch die Taille nicht mehr sichtbar ist. In diesem Fall solltest Du als Besitzer handeln, weil die Tiere nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu pflegen. Laut Tierärztin Dr. Jeannette Pfeffer sind die Tiere dann auch schon nicht mehr fähig, sich um ihre eigene Achse zu drehen.

Eine erfolgreiche Diät

Laut Pfeffer kann für eine Diät schon eine kleinere Schale helfen, da das Futter darin nach mehr aussieht. Mehr Bewegung ist natürlich auch erforderlich. Damit es dem Tier auch Spaß macht, kannst Du Stöcke oder Bälle mit auf den Spaziergang mitnehmen. Um Deinem Liebling allerdings nicht zu schaden, solltest Du vorab mit dem Tierarzt abklären, wie viel Sport auch gesund ist.

 

Warum schrille Geräusche bei Katzen Muskelzuckungen auslösen

Es gibt Katzen, die bei schrillen Geräuschen Muskelzuckungen bekommen. Das können alltägliche Geräusche wie das Klirren mit Besteck oder Geschirr, sowie das Knistern mit Papier sein. Der Stubentiger krümmt sich auf dem Boden und leidet. Warum reagieren einige Katzen so und was steckt dahinter?

Wenn die Katze bei Geräuschen wie Knistern, Klirren oder Quietschen Muskelzuckungen zeigt, leidet sie höchstwahrscheinlich unter einer Krankheit, die bisher in Fachkreisen als unbekannt galt. Es handelt sich um den „felinen durch Geräusche ausgelösten Relaxanfall“ in der englischen Bezeichnung auch als FARS bekannt.

Muskelzuckungen: Tierärzte erklären die FARS

Die bisher unbekannte Erkrankung FARS wurde erstmals von Tierärzten offiziell erklärt. Die betroffenen Katzen reagieren auf schrille Geräusche mit Anfällen, ähnlich eines epileptischen Anfalls beim Menschen. Dabei gibt es unterschiedliche Schweregrade. Einige Katzen leiden unter Muskelzuckungen, andere unter Absencen. Im schlimmsten Fall sind heftige Anfälle mit Zuckungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit möglich.

Betroffen sind laut Tierärzten häufig alte Katzen ab dem 15 Lebensjahr. Dass die Erkrankung bei den Vierbeinern gar nicht so selten vorkommt wie angenommen, zeigten Anfragen ratloser Katzenhalter an Tierheime. Ein Forscherteam ging im Jahr 2013 mit Berichten über das sogenannte „Tom-und-Jerry-Syndrom“ an die Presse, woraufhin sich hunderte Katzenhalter meldeten.

Auswertung von Fragebögen

Fast 100 Fragebögen von betroffenen Katzenbesitzern haben die Forscher ausgewertet und sind zu dem Entschluss gekommen, dass sowohl Rassen als auch Mischlinge erkranken können, auffallend häufig die Birma-Katzen. Über die Gründe der Krankheit ist jedoch nichts genaues bekannt. Wobei die Ergebnisse zeigen, dass der Großteil der Versuchskatzen auf Knistern mit Alufolie oder das Schlagen mit einem Metallbesteck auf eine Keramikschüssel mit Anfällen reagieren.

Des Weiteren stören das Zerknüllen von Papier, Mausklicks und Tastaturtöne, Schlüsselklingen oder Zungenschnalzen die betroffenen Katzen. Das Gehör von Katzen reicht bis in den Ultraschallbereich, sodass Geräusche lauter und unangenehmer für die Tiere sein können. In einer Folgestudie wollen die Wissenschaftler auf Behandlungsmethoden von FARS eingehen, damit den leidenden Vierbeinern möglichst schnell geholfen werden kann.

 

Passivrauchen auch bei Tieren krebserregend

Raucher sind sich bewusst, dass sie anderen Menschen und sich selbst schaden. Außerdem sind auch die eigenen Haustiere betroffen. Darauf wies die Food and Drug Administration (FDA), die oberste Überwachungsbehörde für Lebens- und Arzneimittel, hin.

Ein Giftcocktail für viele

Wird eine Zigarette verbrannt, werden insgesamt rund 7.000 unterschiedliche Chemikalien freigesetzt. Die FDA stuft 100 dieser Stoffe als potentiell gefährlich und gefährlich ein. Besonders Teerablagerungen sind lästig. Sie bleiben zurück, sind schwer entfernbar und belasten die Umwelt für mehrere Monate. Das beeinflusst rund 58 Millionen Nichtraucher, nicht zu vergessen auch die unzähligen Tiere in nächster Umgebung.

Wie Tiere geschädigt werden

Die FDA weist darauf hin, dass das Krebsrisiko durch Passivrauchen Tiere genauso stark schädigt, wie Menschen. Das betreffe Hunde, Katzen, Vögel und selbst Fische! Allem voran ist ein erhöhtes Krebsrisiko. Bei Hunden ist die Nase ein entscheidender Faktor, wo und wie sich Krebs bildet. Hunde mit langen Nasen sind besonders anfällig für Nasenkrebs. Hunde mit kurzen Nasen leiden hingegen vermehrt unter Lungenkrebs. Bei Katzen spielt zusätzlich das Fell eine Rolle. In diesem setzen sich viele Schadstoffe fest. Dadurch, dass Hauskatzen sich regelmäßig mit der Zunge das Fell putzen, gelangen die Schadstoffe ins System. Das Risiko für aggressive Tumore steigt und auch das Immun- und Blutsystem sind davon betroffen.

Vögel reagieren sehr empfindlich auf die Luftzusammensetzung. Durch den gefährlichen Rauch in der Luft, entwickeln sich schnell Lungenentzündungen und Lungenkrebs, Augen-, Herz-, Lungen- und Fruchtbarkeitsprobleme, sowie Allergien. Selbst für Fische sind die Folgen fatal. Eine charakteristische Eigenschaft des Nikotins ist seine gute Wasserlöslichkeit. Das sorgt letztendlich zu Muskelverkrampfungen, Farbverlust oder sogar zum Tod der Fische.

Bei Verschlucken sofort agieren

Haustiere, vor allen Dingen Hunde, neigen oft dazu kleine Teile zu fressen und zu schlucken. Sollte ein Haustier eine Zigarette oder nur den Stummel davon gefressen haben, sollte es umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Nikotinvergiftungen können auftreten. Anzeichen dafür sind beispielsweise, Erbrechen, Sabbern, Müdigkeit, erhöhte Herzfrequenz, Instabilität und Schwäche.

 

Neue Fälle von Fuchsräude

Fuchsräude ist eine Krankheit, die zwar hochansteckend ist, für uns Menschen jedoch in den meisten Fällen keine Folgen hat. Doch bricht diese Krankheit aus, so sind oft nicht nur Füchse betroffen, sondern auch Hunde und Katzen.

Keine Hilfe vom Staat

Michael Reinhardt ist Jagdpächter im Raum Isenburg. Vor kurzem fand er in seinem Gebiet zwei tote Füchse, die aufgrund von Fuchsräude verendet sind. Diesen Vorfall meldete er umgehend dem zuständigen Veterinäramt. Dort ist Edmund Hensler Amtsleiter. Er berichtet, dass in den vergangenen Jahren immer wieder ähnliche Fälle bekannt wurden. Doch Fuchsräude ist keine meldepflichtige Krankheit und der Staat tut nichts um sie zu bekämpfen.

Die Krankheit wird durch Kontakt übertragen, zwischen Füchsen untereinander, aber auch von Fuchs zu Hund. Jagdhundebesitzer sollten daher äußerst vorsichtig sein und bei Kontakt mit einem Fuchs dringend den Tierarzt aufsuchen, so Hensler. Für Füchse ist die Krankheit sogar tödlich. Es handelt sich hierbei um einen Milbenbefall, der starken Juckreiz und schließlich eine allergische Reaktion erzeugt. Die Behandlungsmöglichkeiten sind leider begrenzt, erklärt Hensler.

Verringerte Schonzeit für Füchse ratsam

Man müsste die Schonzeit der Füchse reduzieren, rät Reinhardt. Denn die Population steige von Jahr zu Jahr und damit auch die Gefahr für Hund und Katze. Durch den starken Juckreiz der Fuchsräude entstehen bei den betroffenen Tieren offene Hautstellen, die das Infektionsrisiko wiederum steigern. Füchse sterben in der Regel innerhalb von drei Monaten an dieser Krankheit. Allerdings können sich nicht nur Hunde und Katzen infizieren, auch Mader können die Krankheit bekommen und übertragen. Dies erhöht das Verbreitungsrisiko von Fuchsräude zusätzlich.

Haustierhalter, die in einer gefährdeten Gegend leben, sollten sich daher unbedingt bei ihrem Tierarzt über Risiken und Vorbeugungsmaßnahmen erkundigen. Die Tiere sollten zudem regelmäßig untersucht werden. Die Milben der Fuchsräude lösen durch ihre Eier, ihren Speichel und ihren Kot meist Juckreiz an den Ohren, den Kniebeugen oder Ellenbogen und Sprunggelenken der Tiere aus. Sollten diese Symptome auftreten, ist ein Tierarztbesuch unumgänglich, so die Experten.

 

Grasmilben - Was Du dagegen tun kannst

Herbstgrasmilben gehören genau wie Zecken zu den Spinnentieren. Ihre Larven befallen gerne Hunden und Katzen – die erwachsenen Tiere hingegen leben vegetarisch. Die Eier werden zunächst im Gras abgelegt. Die daraus schlüpfenden Larven setzen sich dann auf alles, was ihnen in den Weg kommt. Sie verbeißen sich in die Haut von Mäusen, Katzen, Hunden und Menschen und saugen Blut. An diesen Stellen kommt es oft zu Entzündungen mit schwerem Juckreiz.

Milbenbefall vermeiden

Am besten sollten Hundebesitzer ihre Gassiroute während der Larvenzeit verändern, um den Befall zu vermeiden. Milben halten sich vorwiegend in Wiesen und Gärten auf – am liebsten nah bei Seen oder Flüssen. Damit die Hunde nicht in Kontakt mit den Milben kommen, sollte man seinen Spaziergang auf Asphalt verlegen. Mit einem kleinen Test kann man testen, ob sich Grasmilben im eigenen Garten aufhalten. Einfach einen weißen Teller oder eine Fliese auf den Rasen legen – orange-gelbe Flecken deuten auf Milbenlarven hin. Wenn ein Hund befallen ist, muss er sich ständig kratzen oder seine Pfoten lecken. Auch auf der Hundehaut sind dann winzige orange-gelbe Punkte zu sehen. Besonders häufig sitzen die Milben an Pfoten, Kopf, Ohren, Beinen, Bauch und Brust. Bei Katzen gerne auch in der Ohrmuschel oder an der Schwanzspitze.

Keine Impfung

Die Grasmilben werden nicht von Tier zu Tier übertragen. Auch Menschen müssen keine Angst vor einer Übertragung haben, wenn ihr Vierbeiner befallen ist. Wenn das Tier stark unter den Milben leidet, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Bei starkem Juckreiz besteht die Gefahr von Kahlstellen im Fell oder Entzündungen durch übermäßiges Lecken oder Kratzen. Wirklich vorbeugen kann man den Grasmilben nicht. Keines der zugelassenen Zecken- oder Milbenmittel ist zur Behandlung von Grasmilben zugelassen. Alternativ können beim Hund pyrethroidhaltige Präparate, also synthetische Insektizide, helfen. Eine Impfung gibt es nicht. Nach einem Spaziergang sollten die Besitzer also dringend Bauch und Beine des Vierbeiners mit lauwarmem Wasser abspülen, damit die Larven abgewaschen werden.

 

Wie schädlich ist Schneefressen für Hunde?

Egal ob zuhause oder im Skiurlaub, über Schnee freuen sich nicht nur wir Menschen. Auch unsere geliebten Vierbeiner toben dann gerne draußen herum. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass die Hunde eben nicht nur mit dem Schnee spielen, sondern ihn auch fressen. Halter sind dann häufig besorgt und fragen sich, in wie weit das Schneefressen dem Hund schaden kann.

Schneefressen reizt Magenschleimhäute

Nimmt ein Hund Schnee zu sich, so sind die Reaktionen sehr verschieden. Während manche überhaupt keine Beschwerden haben und weiterhin völlig wohlauf sind, leiden andere schnell unter Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Husten oder Fieber. Auch eine vermehrte Speichelproduktion kann die Folge von zu viel Schneeaufnahme sein.

Entdeckt der Halter diese Symptome an seinem Hund, so kann es sich um eine sogenannte Schnee-Gastritis handeln. Eine akute Magenschleimhaut-Entzündung entsteht dann, wenn die Kälte und unreiner Schnee die Schleimhäute des Hundes reizen.

Streusalz gefährlicher als Schnee

Aber nicht nur Schnee kann zu einer Gastritis führen, auch Streusalz und Split können die Erkrankung hervorrufen. Dabei ist Streusalz sogar noch gefährlicher als von vielen angenommen, da es häufig noch mit Frostschutzmittel versetzt ist. Frostschutzmittel ist hochgiftig für Hunde und hat den zusätzlichen Effekt, dass es durch seinen Geschmack und Geruch die Vierbeiner dazu verleitet, weiteren Schnee zu fressen.

Wie kann ich meinen Hund vom Schneefressen abhalten?

Viele Halter kennen die Vorlieben ihres Hundes und wissen, wie schneebegeistert ihr Vierbeiner ist. Besteht eine Gefahr für den Hund, so sollte der Halter zuallererst auf Fang- und Suchspiele verzichten, sodass der Hund nicht dazu verleitet wird, in den Schnee zu beißen und so größere Mengen zu sich zu nehmen. Gibt es keine andere Möglichkeit, so ist ein Maulkorb im Winter eine mögliche Vorsichtsmaßnahme.

Bei kleinen Mengen Schnee muss sich Herrchen oder Frauchen aber nicht direkt sorgen. Meist hat der Schnee längst Körpertemperatur erreicht, bevor er den Magen des Hundes erreicht. Ist der Schnee sauber, so stellt das in der Regel kein Problem dar.

Wenn der Hund erkrankt ist

Hat es den Hund erwischt, so ist das vorrangige Ziel die Beruhigung des Hundemagens. Halter können dafür auf die bewährte Magen-Darm-Diät zurückgreifen. Dabei wird der kranke Vierbeiner ein paar Tage lang mit gekochtem Reis, etwas Hühnerfleisch und Hüttenkäse gefüttert. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das Trinkwasser nicht zu warm oder zu kalt ist. Zimmertemperatur ist hier optimal. Medikamente sollten dabei nur verabreicht werden, wenn der Tierarzt diese ausdrücklich verschrieben hat.

Werden die Symptome durch die Diät nicht besser oder verschlimmern sich sogar, so sollte in jedem Fall ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

Salmonellen von Katzen auf den Menschen übertragbar

Können Bakterienstämme wie Salmonellen tatsächlich von Tieren auf Menschen übertragen werden? Kürzlich entdeckten australische Wissenschaftler einen gefährlichen Supererreger bei einer Hauskatze. Nun wird untersucht, inwieweit dies eine Gefahr für Menschen darstellen könnte.

Katze trägt Supererreger in sich

Ein Zusammenschluss verschiedener australischer Forscherteams von den Universitäten Sydney, Murdoch und Adelaide sowie dem Concorde Hospital entdeckten bei einer Hauskatze einen Bakterienstamm, der gegen das Medikament Carbapeneme resistent zu sein schien. Dieses Medikament wird als letzte Lösung gegen Salmonellen eingesetzt und galt bisher als absolut wirksam. Es sei nun immens wichtig, den Bakterienstamm genau zu untersuchen und zu isolieren, damit eine Infektion verhindert werden könne, erklären die Experten.

Weitere Tiere infiziert

Die betroffene Katze war ursprünglich mit einer Atemwegserkrankung zum Tierarzt gebracht worden. Der Krankheitsverlauf schien jedoch sehr eigenartig, da das Tier plötzlich eine zusätzliche Darminfektion erlitt. Bei näheren Untersuchungen konnte dann der resistente Supererreger IMP 4 festgestellt werden, der zuvor noch nie in Australien registriert worden war. Alle weiteren zu diesem Zeitpunkt erkrankten Katzen wurden von der Klinik untersucht und drei weitere Tiere trugen den selben Erreger in sich, berichten die Mediziner.

Gefahr rechtzeitig erkannt

Bei den Katzen der Klinik wurde festgestellt, dass sich die Bakterien wohl sehr schnell übertragen lassen. Aus diesem Grund hat man die erkrankten Tiere sofort isoliert. Erstaunlicherweise ist dieser Erreger auch bei Möwen in New-South-Wales aufgetaucht. Forscher vermuten, dass dieser resistente Supererreger durch Umwelteinflüsse entstanden sein könnte. Ein Beispiel dafür sei eine überdurchschnittlich hohe Konzentration von Schwermetallen in der Luft. Die Eigenschaften dieser Salmonellen sind höchst besorgniserregend, so die Experten, denn sie enthalten ein antibiotikaresistentes Gen, welches sich schnell auf andere Bakterien übertragen lässt. Es wird nun alles dafür getan, die Infektion einzudämmen. Glücklicherweise deute alles darauf hin, dass rechtzeitig gehandelt wurde, erklären die Forschungsteams.

 

Wunde Pfoten aufgrund von Streusalz

Große Teile Deutschlands sind seit einigen Tagen unter einer dicken Schneedecke vergraben. Während Autofahrer fluchen und Kinder sich über die Möglichkeit zum Schlittenfahren freuen, stehen Hunde und ihre Herrchen vor einem ganz anderen Problem.

Denn mit dem ersten Schnee wird eben auch Streusalz verwendet. Zwar sind die Straßen so nicht mehr rutschig, aber empfindliche Hundepfoten können schnell Verletzungen davon tragen. Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst, um Deinen geliebten Vierbeiner zu schützen.

Was Du als Halter tun kannst

Zunächst kann der Halter versuchen, Wege und Straßen, auf denen gestreut wurde, so gut wie möglich zu vermeiden. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Hund nicht zu viel Schnee frisst, da, abgesehen von der Kälte des Schnees, Verunreinigungen durch Streusalz für den Hund schwere Folgen haben können. Streusalz reizt die Schleimhäute und wirkt darüber hinaus wie Gift im Magen des Hundes.

Herrchen und Frauchen können außerdem darauf achten, dass der Hund sich nicht die Pfoten ableckt, da auch darüber Streusalz in den Magen gelangen kann. Deswegen ist es besonders wichtig, die Pfoten des Tieres nach jedem Spaziergang gründlich zu reinigen. Wenn nicht nur Streusalz sondern auch Splitt auf den Straßen verwendet wurde, kann es nötig sein, die Pfoten schon während des Spaziergangs zwischendurch abzuwischen.

Schutz der Pfoten durch Salben und Schuhe

Empfindliche Hundepfoten können darüber hinaus auch durch spezielle Sprays und Salben geschützt werden. Diese sorgen dafür, dass die Pfoten nicht austrocknen und beugen so etwaigen Rissen vor. Auch normale Vaseline kann diesen Schutz geben.

Kommen derartige Verletzungen jedoch häufiger vor, sollte der Halter auf andere Alternativen zurückgreifen. So werden extra für empfindliche Pfoten spezielle Hundeschuhe verkauft. Erhältlich sind diese im Tierfachhandel. Dort wird der Halter dann auch bezüglich Größe und Form beraten. Zwar müssen Hunde meist erst an das Tragen eines solchen Schuhs gewöhnt werden, doch schlussendlich sind die Pfoten Deines geliebten Vierbeiners dadurch vor Streusalz und Splitt geschützt.

 

Wie kommt es zu Hautkrankheiten bei Pferden?

Pferde haben eine sehr robuste Haut, die sie vor Krankheiten sowie Wind und Wetter schützt. Doch manchmal erkrankt die Haut, wird von Bakterien oder Viren befallen und es kann zu Pilzbefall und lästigen Ekzemen kommen.

Pferdehaut leistet viel

Pferdehaut besteht im Wesentlichen aus einer Fett- und einer Hornschicht. Steht das Tier zu lange bei Regen auf der Weide, kann die Haut aufweichen und das feuchtwarme Fell wird zum idealen Bett für allerlei Bakterien. Solchen Gefahren, wie auch Pilzen, Viren, Regen und Sonne ist die Haut eines Pferdes fast täglich ausgesetzt. Dabei muss sie ohnehin schon viel leisten: Aus der Hornschicht bilden sich Fell und Hufe. Sie schützt vor Wärme, Kälte, Stößen und Prellungen. Über die Drüsen der Haut werden zudem bestimmte Duftstoffe abgesondert, mit deren Hilfe die Tiere miteinander kommunizieren.

Auch die Fettschicht der Pferdehaut hat besondere Aufgaben. Hier werden Pigmente erzeugt, die vor UV-Strahlen schützen und dem Tier sein einzigartiges Aussehen verleihen. Man kann sich also vorstellen, dass die Haut von Pferden, die ständig unter freiem Himmel auf der Koppel stehen, ganz besonders strapaziert wird. Durch häufigen Regen hierzulande leiden zahlreiche Pferde unter Dermatophilose, ein Befall von Bakterien, die ursprünglich aus tropischen Regionen stammen.

Oftmals Fehldiagnose

Wenn ein Pferd unter dieser Art Befall leidet, wird in aller Regel ein Tierarzt zu Hilfe gerufen. Leider kommt es dennoch häufiger vor, dass der behandelnde Veterinär einen Pilzbefall diagnostiziert. Dies liegt daran, dass die Tiere zum Teil nicht gründlich genug analysiert werden. Schnell wird hinter dem Fellausfall und den Knubbeln auf der Haut Pilze oder auch Milben vermutet. Doch gerade bei Bakterienbefall ist es ratsam, sofort mit einer angemessenen Behandlung zu beginnen. Gerade wenn die Haut erst einmal angegriffen ist, fällt eine präzise Diagnose schwer, erklärt Professor Wilfried-Meyer, Experte für Hautkrankheiten. Auch zu viel Hygiene kann beispielsweise die hauteigenen Schutzmechanismen zerstören. Bis heute sind etwa 10 von 100 Pferden von Dermatophilose betroffen und nur ein Bruchteil der Erkrankungen wird auf Anhieb erkannt, warnen Experten.

 

Vögel: Wie gefährlich ist das Usutu-Virus?

Nach langer Zeit ist der Usutu-Virus wieder in Deutschland ausgebrochen und sorgt für ein großes Massensterben unter Vögeln. Da vor allem Amseln unter dem Virus leiden wird er auch oft als „Amselsterben“ bezeichnet. Tatsächlich können sich auch Menschen mit diesem Virus infizieren und das macht es zu einem noch größeren Problem.

Bei toten Vögeln immer Handschuhe benutzen

Vögel, die sich mit diesem Virus infiziert haben, reagieren apathisch und ergreifen auch nicht die Flucht. Nach der Infizierung dauert es nur sehr wenige Tag bis sie sterben. Kranke und tote Vögel sind mit Vorsicht zu behandeln und deswegen solltest Du dabei auch immer Handschuhe tragen. Was für den exotischen Virus untypisch ist, ist, dass er durch einheimische Mücken übertragen wird. Sobald eine Mücke infiziert ist, sind es ihre Nachkommen auch, weil bereits die Eier mit dem gefährlichen Virus auf die Welt kommen.

Wie wirkt sich der Virus auf uns Menschen aus?

Durch einen Mückenstich können auch Menschen sich mit dem Usutu-Virus infizieren. Wer sich mit diesem Virus infiziert, kann Fieber bekommen, an Gliederschmerzen leiden oder auch Hautausschläge bekommen. Bisher gibt es keine schweren Verläufe. Im schlimmsten Fall kann der Virus allerdings auch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine Gehirnentzündung verursachen.

Online-Formular um tote Vögel (Amseln) zu melden

Vogelexperten des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und Virenforscher arbeiten momentan an dem Problem des Usutu-Virus. Sie untersuchen, wie er sich verbreitet, und dokumentieren seine Auswirkung auf die Vogelwelt. Am wichtigsten dafür sind Proben von toten Vögeln, die dann von den Forschern untersucht werden können. Der NABU bittet deshalb um Mithilfe, indem tote Amseln über ein Online-Formular gemeldet werden.

Immer mehr Mückenarten führen auch zu immer mehr Tropenviren

Bei den untersuchten toten Vögeln wurden bisher zwei Varianten des Usutu-Virus gefunden. Beide stammen aus Afrika. Insgesamt bemerken die Forscher, dass in den letzten Jahren immer mehr Mücken Viren nach Deutschland bringen. Ein Beispiel dafür ist das Dengue-Fieber, dass durch die Tigermücke übertragen wird.