Narkose bei Tieren

Narkose bei Tieren

Um Tiere in einer Behandlungssituation artgerecht mit möglichst wenig Schmerzen und höchster Effizienz Situationen behandeln zu können, müssen sie durch Medikamente ins Reich der Tier-Träume geschickt werden. Hier wird zwischen verschiedenen Tiefen des Schlafs und des Ausschluss von äußeren Reizen aus dem Bewusstsein des Tieres unterschieden. Auch die Art der Einleitung dieser Zustände unterscheidet sich daher.

Formen von Narkose

Narkosen werden bezüglich ihres Wirkungsbereiches, Dauer der Wirkung und Stärke des Einflusses auf den Bewusstseinszustand unterschieden. Eine leichte Betäubung, die eher als Ruhigstellung zu bezeichnen ist und noch nicht wirklich eine Narkose darstellt, ist die Sedierung. Hierbei werden die Tiere in einen Schlummer-Zustand versetzt, in dem sie sehr viel weniger von ihrer Umwelt wahrnehmen und auch in ihrer Fähigkeit zur Reaktion eingeschränkt sind. Dies ist zum Beispiel bei Untersuchungen von gefährlichen Wildtieren in der Natur nötig, um überhaupt ihren Zustand festzustellen oder um Transporte von Tieren weniger aufregend und traumatisch zu gestalten.

Bei einem an einem Bein verletzten Nashorn in der Serengeti könnten Park-Ranger zum Beispiel eine Sedierung mit einer Lokalanästhesie kombinieren, um das Bein gefühlsunfähig zu machen. So können Hilfeleistende und tierischer Patient vor einander geschützt die nötige Behandlung durchführen. Hierbei wird nur die zu behandelnde Körperstelle betäubt. Der nächste Schritt ist eine Regionalanästhesie, bei der ganze Körperteile narkotisiert werden. Dies kann ebenfalls in der freien Natur nützlich sein, wenn zum Beispiel bei größeren Tieren oder tendenziell gefährlichen Tieren eine Entbindung unterstützt werden muss. Hierfür würden dann sensible Körperbereich des Tieres betäubt, um die Verletzungsgefahr in der anstrengenden Prozedur zu verringern. Der nächste Schritt ist die Allgemeinanästhesie oder auch Vollnarkose genannt, die ihrem Namen gerecht werdend zu einem Bewusstseinsverlusts des Tiers führt und so den gesamten Köper entspannt, um komplexere und anspruchsvollere Eingriffe durchzuführen.

Setzen von Narkosen

Narkosen sind ein Eingriff in die Rhythmen, Zyklen und Funktionen des Körpers, sowie des Bewusstseins eines Tieres. Daher muss ihnen eine ausführliche Untersuchung des Tieres und seines Kreislaufs vorangehen, in der eine Unverträglichkeit mit den zur Verwendung vorgesehenen Medikamenten ausgeschlossen wird. Außerdem sollte das Tier bereits eine Weile unter Beobachtung stehen und nicht durch metabolische Prozesse in Anspruch genommen sein. Die Mittel für die verschiedenen anvisierten Zustände des Tieres unterscheiden sich natürlich, um durch ihre chemische Zusammensetzung genau den gewünschten Effekt auf das Bewusstsein zu haben. Valium führt zum Beispiel zu dem betäubten, schläfrigen Zustand, in dem das Tier weniger intensiv mit der Umwelt interagieren kann. Für örtliche Betäubungen wird oft Lidocain genutzt. Für Regional- und Vollnarkose werden ebenfalls spezifische Mittel wie Ketamine verwendet. Für all diese Verfahren werden Injektionen gesetzt – nur die Inhalationsnarkose sieht keine Spritzensetzung vor.

 

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