Abschaffung der Rasselisten für Hunde

Das Bundesland Schleswig-Holstein plant, die umstrittene Rasseliste für Hunde zum Jahresende abzuschaffen. Das neue Hundegesetz soll mit dem Stimmen von SPD, Grünen und SSW im nördlichsten Bundesland eingeführt werden. Die neuen Regelungen sollen dann wie geplant zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Tierschützer bezeichnen dieses neue Gesetz als das „modernste Hundegesetz Deutschlands“.

Wie sieht die Regelung im Einzelnen aus?

Das neue Gesetz sieht einen Hundeführerschein für alle Hundehalter vor. Dies gilt für die Hunde, die einen Menschen oder ein anderes Tier bedroht oder gebissen haben. Wer diese Führerschein-Prüfung nicht besteht, muss sein Tier dann abgeben. Es gibt allerdings auch Situationen, die von der Regelung ausgenommen sind:

  • Fälle, in denen sich der Hund selbst verteidigen muss.
  • Zur Abwehr einer strafbaren Handlung.
  • Bei der Verteidigung des Halters durch den Hund.

Wo liegen die Unterschiede zur bisherigen Regelung?

Bisher musstest Du Dich als Hundehalter an bestimmten Rassen und ihren Eigenschaften orientieren. Du hattest die Möglichkeit, als gefährlich eingestufte Rassen durch einen Wesenstest zu resozialisieren und damit von den Auflagen zu befreien. Betrachtet man die Statistik der Vorfälle mit bissigen Hunden, so fällt auf, das Problem liegt meist am anderen Ende der Leine. Somit müsste man genau genommen auch Dackel, Cocker-Spaniel oder Schäferhunde zu Kampfhunden erklären. Bisher gelten in Schleswig-Holstein unter anderem American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier als Kampfhunde.

Was ändert sich dann bei der Hundesteuer?

Bisher galt die Rasseliste als Kennzeichen für die Höhe der Hundesteuer. Also, je gefährlicher der Hund laut Rasseliste, umso höher die Hundesteuer. Die neue Regelung soll nun Anreize für die Besitzer schaffen, durch einen Sachkundenachweis die Wesensstärke des eigenen Hundes nachzuweisen. Zudem solltest Du als Hundebesitzer eine Haftpflichtversicherung abschließen und Deinen Hund durch einen Transponder kennzeichnen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das neue Gesetz wohl bald Vorbildcharakter haben wird.

 

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