Das Ende des Teppichlöwen in der EU

Kürzlich fand in Dortmund die größte Jagdmesse Europas „Jagd & Hund“ statt. Auf dieser Messe werden auch Reisen für Trophäenjäger angeboten. In einem Interview erklärt die Biologin Daniela Freyer von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife, warum dies nicht nur ethisch verwerflich ist, sondern auch Tierbestände in Gefahr bringt.

Was hat die Dortmunder Jagdmesse mit der Trophäenjagd in Afrika zu tun?

Es gibt dort eine ganze Halle, die sich auf Jagdreisen spezialisiert. Besucher buchen dort den Abschuss eines Tieres auf Jagd-Safaris in der ganzen Welt, selbst wenn es sich um seltene oder sogar bedrohte Arten handelt. Ein Löwe kostet beispielsweise zwischen 18.000 und 54.000 Euro. Deutschland ist nach Spanien das EU-Land, in dem Menschen die meisten Trophäen importieren.

Letztes Jahr gab es große Proteste als der Löwe Cecil abgeschossen wurde, was ist da passiert?

Cecil trug für wissenschaftliche Zwecke ein Halsband mit einem Sender und wurde beobachtet, er war daher also bekannt und berühmt. Die Jäger lockten ihn mit einem Köder, den sie an ihr Auto banden, aus dem Nationalpark und töteten ihn.

Hat dieser Fall in einigen Ländern auch politische Reaktionen nach sich gezogen?

In den USA und in Frankreich wurden die Einfuhrbestimmungen von Trophäen verschärft und die EU hat die Importe aus fünf Ländern verboten. In Deutschland hat sich bisher jedoch nichts geändert. Das Bundesamt für Naturschutz hat in den vergangenen Jahren die Anträge von Großwildjägern bezüglich der Einfuhr geschützter Tierarten zu 99,7 Prozent durchgewunken.

Manche behaupten, dass die Trophäenjagd in einigen Ländern erst einen wirklichen Artenschutz gewährleisten – stimmt das?

Das zu bestätigen oder zu dementieren ist schwer, da es an nachprüfbaren Daten fehlt. Es gibt aber zahlreiche Berichte, die bestätigen, dass durch die Trophäenjagd viele Tierbestände massiv gefährdet sind. Die Jäger behaupten, dass die Einheimischen durch die Einnahmen der Jagd dafür sorgen, dass die Wildtierbestände erhalten bleiben. Doch laut Weltnaturschutzunion (IUCN) erhalten die Menschen dort nur einen Hungerlohn, die waren Profiteure sind die Reiseveranstalter.

 

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