Forscher entdecken lebende Affenart Saki

Die Affenart Saki gab viele Rätsel auf. Alle in den letzten Jahrzehnten gefundenen Tiere dieser Art wurden tot geborgen. Jetzt fand ein Forscherteam auf einer Expedition lebende Exemplare und ging ihnen ein wenig auf den Grund.

Rund 60 Jahre nach der ersten Sichtung der Sakis von Vanzoloni wurden wieder lebende Exemplare gesichtet. 1956 wurde die Affenart das erste Mal wissenschaftlich beschrieben. Seitdem galt sie als verschollen – bis 2016. Biologen der Universidade de Federal de Mato Grosso do Sul und der Universidade de São Paulo erhielten letztes Jahr Kenntnis von einem erlegten Affen im Reservat des brasilianischen Bundesstaates Acre. Dabei handelte es sich um den kahlgesichtigen Saki. Der Nachweis, dass diese Affenart noch existiert, war somit erbracht. Inwieweit sie jedoch gefährdet und wie deren Lebensweise ist, konnte jedoch nur indirekt abgeleitet werden.

Neueste Erkenntnisse über die Saki

Im Februar dieses Jahres startete eine Expedition in die entlegensten westlichen Amazonasgebiete, um die Art erstmals lebend aufzuspüren. Die „Houseboat-Amazon-Expedition“, unter der Leitung von Laura Marsh vom Global Conservation Institute in Santa Fe, hatte tatsächlich Erfolg und konnte die Tiere fotografieren. Damit waren sie die ersten Wissenschaftler überhaupt, denen das Unterfangen gelang. Die Sakis leben unter anderem entlang des Rio Eiru im brasilianischen Bundesstaat Amazonas und sind an beiden Seiten des Stromes aufzufinden.

Schützt den Regenwald

Wie das Team berichtet, gelten die Ergebnisse als Anlass zur Hoffnung als auch zur Sorge. Rund um die Kleinstadt Eirunepe wird viel gejagt und der Regenwald abgeholzt. Da die Tiere anscheinend in diesem Gebiet häufiger vorkommen, kann eine Überjagung nicht ausgeschlossen werden. Abseits der Zivilisation befindet sich jedoch noch intakter Regenwald mit riesigen unerforschten Urwald-Gebieten. Wissenschaftler hoffen, dass aufgrund der nun besser dokumentierten Affenart, das Ökosystem zu einem Schutzgebiet erklärt wird und intakt bleibt. So kann eine bessere Bestandsaufnahme der Affen, als auch der regionalen Biodiversität durchgeführt werden.

Die Zeit drängt jedoch. Es existieren bereits Pläne, die den Straßenbau und die Holzfällerei in dem Gebiet erlauben könnten.

 

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