Raubfliegen: Effiziente Jagd durch Luftkampf

Kleine aber hochgerüstete Raubfliegen schnappen sich in der Luft große und schnelle Insekten. Die Beute hat kaum eine Chance zu entfliehen, die Technik der Fliegen ist erstaunlich. Raubfliegen erkennen bereits aus erstaunlicher Entfernung ihre Beutetiere, wie Käfer oder Bienen, berechnen in Kürze einen Anflugkurs, schnappen sich die Beute in der Luft und töten sie mit ihrem Giftstachel. Forscher der University of Cambridge nahmen die Fliege genauer unter die Lupe und entdeckten neben dem erstaunlichem Sehapparat ein bisher unbeobachtetes Flugmanöver.

Rasantes Flugmanöver der Raubfliegen

Forscher lockten die Holocephala fusca mit millimetergroßen Angelködern an. Ist die Beute nur einen halben Meter von der Fliege entfernt, startet sie das Manöver und ist binnen einer halben Sekunde bei ihrer Beute. Je nach Geschwindigkeit und Richtung der Beute variiert dabei der ideale Abflugwinkel, um den richtigen Kurs auf die Beute zu erhalten. Die Raubfliegen sind zudem in der Lage den Winkel stets neu zu berechnen, sobald sich die Richtung oder die Geschwindigkeit der Beute ändert. Eines bleibt jedoch immer gleich. Rund 29 Zentimeter vorm Erreichen verändern sie ihre Flugrichtung stereotyp und fliegen eine leichte kurve. Dadurch wird der eigene Kurs dem der Beute angeglichen.

Hochauflösungsapparat: Facettenauge

Eine wesentliche Rolle für den Jagderfolg scheinen auch die Augen der Raubfliegen zu spielen. Die Facettenaugen sind im Vergleich zum Körperbau riesig. Die einzelnen Facetten sind dabei unterschiedlich dimensioniert. Im Zentrum erreichen sie bis zu 78 Mikrometer und sind damit viermal größer als die umliegenden Facetten. Das zentrale Blickfeld ist demnach ebenso stark, wie das einer Libelle und so konstruiert, dass sich die Lichtrezeptoren auf kleinerer Fläche konzentrieren.

Noch ungeklärt

Wie die Fliegen im Stande sind, innerhalb solch einer kurzen Zeit, eine ideale Route zur Beute zu berechnen und anzupassen, ohne sie dabei aus dem Blickfeld zu verlieren, sowie welcher Reiz am Anflugende das stereotype Flugmanöver freischaltet, bleibt noch ein Rätsel. Möglicherweise liegt dem ein stereoptischer Mechanismus zugrunde, der auf dem Überlappen der beiden Augenblickfelder beruht.

 

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