Sind Wildvögel schuld am erneuten Ausbruch der Geflügelpest?

Wenn irgendwo ein Fall von Geflügelpest auftritt, geraten Wildvögel in Verdacht, den Virus auf die Nutztiere zu übertragen. Immer wieder tritt der gefährliche H5N8 Virus auf, die Folge ist, dass Tausende von Puten, Gänsen oder Hühner getötet werden müssen. Experten diskutieren nun, ob eine Ansteckung zwischen wildlebenden Vögeln und Masttieren überhaupt möglich ist.

Was steckt hinter dem H5N8?

Dabei handelt es sich um einen Grippeerreger, also ein Influenza-Virus. Bei Tieren tritt dieser auch in Form von Schweinegrippe (H1N1) oder Vogelgrippe (H5N1 und H7N9) auf. Jede dieser Virengruppen unterscheidet sich durch das Hämaglutinin und die Neuraminidase. Beides sind Eiweiße, die von Fachleuten mit unterschiedlichen Nummern gekennzeichnet werden.

Wie könnte das Virus zu den Nutztieren gelangen?

Da Wildvögel in der Regel keinen Zugang zu Nutztieren haben, scheint eine Ansteckung auf diesem Weg eher unwahrscheinlich. Die Puten, Gänse oder Hühner werden meist in geschlossenen Räumen gehalten, in die kein Wildvogel gelangt. Alledings wäre eine Ansteckung über Futtermittel oder andere Tierprodukte schon eher möglich. Diese werden international gehandelt und kommen, laut Expertenmeinung, ebenso für eine Ansteckung infrage. Genetische Analysen haben gezeigt, dass die hierzulande auftretenden H5N8-Viren große Ähnlichkeit zu Viren in Südkorea haben. Da kein Wildvogel so weite Strecken zurücklegt, ist die Ansteckung durch die wildlebenden Tiere eher unwahrscheinlich. Es gibt allerdings Experten, die eine staffelartige Weitergabe des Virus von einer Wildvogelpopulation zur anderen für denkbar halten. Wie etwa an großen gemeinsamen Rastplätzen in Asien und Russland.

Wie kann man eine Ausbreitung verhindern?

Kommt es zu einem Fall von Geflügelpest, werden in der Regel alle Tiere eines Hofes geschlachtet. Für die Umgebung bedeutet dies eine 72-stündige Stallpflicht. Außerdem dürfen die Tiere nicht transportiert werden. Das gilt auch für Eier, Dung und gebrauchte Streu. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr, zudem tötet die normale Kochtemperatur von 70 Grad das Virus ohnehin ab.

 

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