So wirkt Ecstasy auf Kraken

Biologen haben sich mit der Frage beschäftigt, wie Weichtiere auf bestimmte Drogen wie z.B. Ecstasy reagieren. Diese Versuche geben interessante Aufschlüsse über die Evolution.

Kraken Reaktion auf Ecstasy

In der Evolution haben sich die Wege von Kraken und Menschen vor rund 500 Millionen Jahren getrennt. Eine Gemeinsamkeit gibt es dabei aber bei der Reaktion auf Ecstasy. Diese Droge bewirkt, dass auch unsozial lebende Kalifornische Zweipunktkraken sozial verhalten und die Nähe von Artgenossen suchen. Das geht aus einer Studie der John Hopkins Universität in Baltimore hervor. Die Biologen wollten prüfen, ob das System der Nervenbotenstoffe von Wirbeltieren und Weichtieren auch bei großen anatomischen Unterschieden in der Hirnstruktur ähnlich oder gleich funktioniert.

Versuch im Aquarium

Für den Versuch wurden vier Kraken in Aquarien gesetzt. Sie gaben flüssiges Ecstasy ins Wasser, das die Tiere über die Kiemen aufnahmen. Anschließend kamen die Tiere einzeln in ein dreigeteiltes Becken mit Durchgängen. Eine Kammer war leer, eine Kammer enthielt eine Spielzeugfigur, in der dritten Kammer befand sich ein weiterer Krake in einem Käfig. Normalerweise interessieren sich die Tiere außerhalb die Paarungszeit nicht für die Artgenossen und meiden sie. Unter Ecstasy jedoch hielten sich die Tiere deutlich länger bei den Artgenossen auf und berührten sie an den Armen. Sie zeigten ein sozialeres Verhalten.

Gleiche Hirnstrukturen

Bei Menschen bindet sich Ecstasy an ein bestimmtes Protein in Neuronen, die dadurch angeregt werden und vermehrt Serotonin ausschütten. Das Hormon sorgt für ein warmes und freundliches Gefühl. Für das Protein ist ein spezielles Gen verantwortlich, das auch bei Kraken vorkommt. Damit wird deutlich, dass Kraken zumindest eine in Ansätzen ähnliche Hirnchemie aufweisen wie Menschen. Es geht um Bereiche, die das Sozialverhalten steuern. Die Biologen weisen jedoch darauf hin, dass die Zahl der untersuchten Kraken bisher noch zu gering ist, um aussagekräftige Schlüsse daraus ziehen zu können. Die Wissenschaftler erhoffen sich grundsätzlich einen neuen Ansatz, die Funktionsweise des menschlichen Denkapparates zu analysieren. Durch den Versuch mit Ecstasy erleiden die Tiere keine Schäden. Sobald die Wirkung des Ecstasys nachgelassen hat, verhielten sich die Tiere wieder normal und pflanzten sich auch normal fort.

 

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