Therapie mit Lamas

Therapie mit Lamas

Das aus Lateinamerika stammende Lama gehört in der tiergestützten Therapie sicherlich zu den Exoten – zumindest hierzulande. Doch das bedeutet keineswegs, dass die Kameltiere anderen für Therapiezwecke eingesetzte Tierarten unterlegen sind; im Gegenteil: Lamas gelten als sehr sensible Tiere und eignen sich zum Beispiel auch hervorragend für den Einsatz mit Kindern. Wenn Sie mehr über Lamas und ihre Verwendung bei der Behandlung psychologischer Erkrankungen wissen möchten, kann Ihnen dieser Artikel eine kurze und bündige Einführung bieten.

Bekanntermaßen hat das Lama seinen Ursprung im zweithöchsten Gebirgszug der Erde, den südamerikanischen Anden. Während angenommen wird, dass dieses Kameltier seit über zehn Millionen Jahren existiert, gehen erste Zeugnisse etwa auf das Jahr 3000 v. Chr. zurück.

Außerdem gilt als wissenschaftlich gesichert, dass sämtliche Andenvölker Lamas als Lasttiere einsetzten – bis heute noch gelten sie aus diesem Grund als eines der wichtigsten Haustiere der südamerikanischen Gebirgskette. Auch das Fleisch der Lamas wurde schon zur Zeit der Inkas weithin geschätzt; als die spanischen Conquistadoren die Andenregion eroberten, sollen die Inkas sogar mehr als zehn Millionen Tiere gehalten haben. Zum Vergleich: Heute geht man in Lateinamerika von einer Population von etwa drei Millionen Lamas aus.

Lamas gelten gemeinhin als sehr neugierige Tiere. Menschen gegenüber reagieren sie jedoch eher scheu. Da sie ausgesprochene Herdentiere sind, orientieren sie sich in der Regel strikt nach einer Rangordnung. Das berühmte Spucken geht dabei auf das Artikulieren von Dominanz zurück. Wer die Stimmung eines Lamas lesen möchte, sollte auf drei Dinge achten: Die Haltung der Ohren, die Ausrichtung des Schwanzes sowie summende Geräusche. Um zu signalisieren, dass es sich dem Menschen untergeordnet fühlt, legt das Lama seine Ohren nach hinten; zusätzlich zeigt der Schwanz eindeutig nach unten.

Ist der Schwanz jedoch aufgerichtet und sind die Ohren angelegt, drückt das Tier damit großes Unwohlsein aus. Die Haltung der Ohren kann außerdem auf eine bevorstehende „Spuckattacke“ hindeuten: Wenn diese nämlich für längere Zeit angelegt sind und jemand – sei es Mensch oder Artgenosse – kommt dem Lama zu nahe, kann es schnell feucht werden. Fühlt sich das Tier jedoch rundum wohl, äußert es dies mit kaum überhörbaren Summgeräuschen.

Das überaus sensible Wesen des Lamas macht es zu einem idealen „Sparringpartner“ in der tiergestützten Therapie. So kann zum Beispiel das Reiten von Lamas, das eine hohe Konzentration erfordert, eine perfekte Schule für ADHS-Patienten sein. Gerade für Kinder kann die Sanftheit der Lamas helfen, um soziale Kompetenzen und vor allem ein Feingefühl für das Gegenüber zu entwickeln.

 

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