Der gute Einsatz von Laubheu

Laubheu wurde bereits zu früheren Zeiten als Nahrungsergänzung für Tiere genutzt. Die Bäume wurden dabei jede drei bis sechs Jahre beschnitten, was man als Schneiteln bezeichnet hat. Die belaubten Zweige wurden anschließend als Winterfutter getrocknet. Heute ist Laubheu besonders für Nagetiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster und Rehe als Nahrung sehr gut geeignet.

Reichhaltiges Laubheu

Im Herbst bieten die bunten Blätter nicht nur ein schönes Naturschauspiel: Besitzer von Kaninchen oder Meerschweinchen haben hier die Möglichkeit, tolle Leckerlis für ihre Kleintiere zu sammeln. Laubheu weist im Allgemeinen hohe Mengen an Nährstoffen und Spurenelementen auf. So punkten Himbeere und Eschenlaub insbesondere durch einen sehr hohen Gehalt an Rohprotein. Gleichzeitig enthalten sie aber relativ geringe Anteile an strukturwirksamen Kohlenhydraten.

Einen auffällig hohen Fettgehalt weist Hasellaub auf. Der unverdauliche Holzanteil ist stark abhängig vom Anteil der Triebe. Generell konnte das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie in allen Laubheu-Arten sehr hohe Calcium- und Magnesium-Werte nachweisen. Dafür ist der Natrium-Gehalt eher gering. Mangan ist in hohem Maße im Spitzahorn und in der Haselnuss enthalten.

Das sollten Halter bei der Wahl der Blätter beachten

Wichtig ist, dass Laubheu nur in getrockneter Form für Nager geeignet ist. Wenn Sie also in den Wald oder Park gehen, um Futter zu sammeln, sollten Sie unbedingt darauf achten, nur vollkommen trockene Blätter zu verwenden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich Schimmel auf den Blättern bildet. Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch kein heruntergefallenes Laub aufsammeln. Dieses ist zudem häufig auch noch sehr verschmutzt.

Pflücken Sie das Laub also direkt vom Ast und nehmen Sie es anschließend mit nach Hause, um es zu trocknen. Ähnlich wie beim Trocknen von Kräutern gilt hierbei das Aufbewahren an trockenen und schattigen Plätzen. Erst dann ist das Laubheu gesundheitlich und hygienisch unbedenklich. Verzichten Sie auf Laubheu als Futter, wenn es noch feucht ist oder muffig riecht. Sehr gut für das Sammeln von Laubheu sind zum Beispiel Buche, Linde und Birke geeignet.

Laubheu ist besonders gut für Rehe

Rehe sind Konzentrat- und Verdauungsselektierer. Das bedeutet, dass sie nährstoffreiche und zugleich leicht verdauliche Äsung (bezeichnet die Nahrung des Wilds in der Jägersprache) brauchen. Je nach Möglichkeit werden hauptsächlich Leguminosen, geschmacksneutrale Kräuter und frische, wenig verholzte Triebe aufgenommen. Dazu kommen noch Blätter von Laubgehölzen. Rehe haben eine hohe Stoffwechselrate, weshalb der relativ kleine Pansen alle paar Stunden gefüllt werden muss. Zu den favorisierten Baum- und Straucharten der Rehe gehören Brombeere, Vogelbeere, Ahorn, Rotbuche, Esche, Apfel, Kirsche, Espe, Hainbuche, Hartriegel, Himbeere, Weißdorn, Linde, Weiden, Erlen, Hundsros und Hasel.

 

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