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Tierpflege

Jedes Tier benötigt eine seiner Art entsprechende Pflege, um ausserhalb seines natürlichen Lebensraumes ausgewogen zu leben

Pflege von Tieren

Die Pflege von Tieren

Die richtige Pflege des neuen, tierischen Familienmitgliedes ist nicht nur der körperlichen Hygiene des Tieres geschuldet, sondern dient besonders bei Jungtieren auch der erzieherischen Gewöhnung an nötige Maßnahmen. Richtig durchgeführte Tierpflege garantiert letztlich ein harmonisches, gesundes und langes Leben für jedes Haus- und Nutztier. Je nach Tierart unterscheidet sich der Pflegebedarf sowohl altersabhängig, als auch zeitlich und inhaltlich, weshalb eine sachgerechte Schulung, besonders bei exotischen Tierarten erworben werden sollte. Innerhalb der artgerechten Tierhaltung ist jeder Tierhalter verpflichtet, das Möglichste zu tun, um auch die Pflege seines Schützlings richtig durchzuführen.

Welpenpflege / Jungtierpflege

Die Körperpflege von Welpen, bzw. Jungtierpflege im Allgemeinen, garantiert ein harmonisches und gesundes Leben für den „tierischen Nachwuchs“ innerhalb der Familie. Die regelmäßige Pflege im Welpenalter dient auch der Erziehung bzw. der Gewöhnung des Haustieres an die Pflegemaßnahmen. Ein Pflegeplan, der die Maßnahmen zeitlich auflistet und zwischen täglicher, wöchentlicher und monatlicher Pflege unterscheidet, erleichtert dem Tierhalter die Durchführung. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Tierart, meist jedoch sind Fellpflege, Zahnpflege, Krallenpflege, Ohrenpflege, Augenpflege und regelmäßiges Baden durchzuführen. Da die Maßnahmen auch der Erziehung dienen, sollte das Stillhalten und Mitarbeiten des Tieres auch stets mit einem Leckerbissen belohnt werden. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich das Tier an die Pflege und wird sie dankbar annehmen und auch freudig genießen. Pflegemaßnahmen können je nach Tierart stark variieren. Um die geeignete Pflege bei den gängigen und exotischen Tierarten selbst durchzuführen, ist neben dem Gespräch mit dem Verkäufer des Tieres auch ein Gespräch mit einem Berater für Tierheilkunde zu empfehlen.

Ohrenreinigung

Die Sinnesorgane bei Tieren sind häufig sehr ausgeprägt und damit auch sehr wichtig für die Lebensqualität von Haustieren. Besonders die Ohren sind häufig anfällig für Entzündungen und andere Erkrankungen. Aus diesem Grund sollten sie wöchentlich durch den Tierhalter inspiziert werden. Erste erkennbare Symptome, die für den Laien erkennbar sind, äußern sich durch häufiges Kratzen und unangenehm riechenden, bräunlichem Ausfluss. Wird Eiter oder Blut festgestellt, ist sofort der Tierarzt aufzusuchen. Besonders bei langhaarigem Fell besteht bei den Ohren stärkerer Pflegebedarf, da Schmutz leichter eindringen kann. Geeignete Maßnahmen dabei sind Auskämmen und/oder Reinigen mit einem feuchten Tuch. Die regelmäßige Ohrenreinigung kann mit einer speziell auf Tiere angepassten Lösung durchgeführt werden, die beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich ist. Seife ist bei der Ohrenreinigung von Tieren kein probates Mittel! Bei der Verwendung von Ohrstäbchen muss mit erhöhter Vorsicht und Sorgfalt gearbeitet werden. Werden Ausflüsse, Eiter oder Parasiten beim Reinigen festgestellt oder dass das Tier Schmerzen leidet, ist ein Tierarzt aufzusuchen.

Fellpflege

Das Fell von Tieren reichert sich schnell mit Schmutz, Staub und abgestorbenem Fell an. Die tägliche Fellpflege durch Bürsten und Kämmen entfernt Großteile dieser Verunreinigungen und massiert gleichzeitig die Haut und regt dadurch die Durchblutung an. Eine gute Durchblutung stärkt die Abwehrkräfte gegen Infektionen und wirkt sich sehr positiv auf die Gesundheit aus. Das Bürsten erfolgt immer in Wachsrichtung des Felles, in der Regel vom Kopf zum Schwanz. Nach dem Bürsten sollte das Kämmen erfolgen. Für Art und Häufigkeit des Bürstens sollte der Züchter und/oder ein Tierheilkundler befragt werden, denn jede Rasse hat durch Fellbeschaffenheit eigene Pflegebedürfnisse. Sind Knoten im Fell zu finden, sollten diese vorsichtig herausgeschnitten werden, da sich an diesen Stellen schneller Entzündungen bilden können. Zu einer regelmäßigen Fellpflege durch einen Spezialisten ist außerdem anzuraten. Mutiert das Haustier zum „Stinktier“ muss auch mal gebadet werden. Baden sollte so wenig wie möglich durchgeführt werden, um den Schutzmantel des Tieres nicht zu beschädigen. Es ist ausschließlich ein ph-neutrales Tier-Shampoo zu verwenden.

Impfung

Die Impfung ist ein Mittel, das Krankheiten und eventuelle Seuchen bei Tieren verhindern soll. Impfungen werden vom Tierarzt durch eine Spritze mit dem Impfstoff direkt im Nackenbereich und unter die Haut (subkutan) verabreicht. Das Tier erhält dazu einen Impfpass, in dem alle Impfungen dokumentiert werden. Die Empfehlungen, welche Impfungen durchgeführt werden sollten, werden in Deutschland von der „Ständigen Impfkommission im Bundesverband Praktizierender Tierärzte“ erarbeitet. Viele Tierimpfungen sollen in regelmäßigen, relativ kurzen Zyklen wiederholt werden, was in jüngster Zeit allerdings ein umstrittenes Thema ist. Typische Impfungen bei Hunden sind z.B.: Staupe, Tollwut, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Parainfluenza und contagiosa canis. Bei Katzen häufig: Katzenschnupfen, Katzenseuche, Feline Leukosevirus, Peritonitis und Tollwut. Die Tollwutimpfung ist bei Katzen inzwischen nicht mehr gängige Praxis. Der Tierhalter sollte aber darauf achten, dass bei Bissen durch Tiere am Menschen und auch bei nur eventuellem Tollwutverdacht, das Tier zwingend getötet wird, wenn keine Impfung nachzuweisen ist.

Chip einsetzen / Chippen

Das Einsetzen eines Chips oder umgangssprachlich auch „chippen“ genannt, ist eine elektronische Markierung und dient der Identifikation und der Wiederauffindung von Haustieren. Der eingesetzte Transponder für Hunde, Katzen und Kleintiere ist ein zwei Millimeter dicker und ca. ein Zentimeter langer Microchip, der nahezu schmerzfrei unter der linken Nacken-Schulter-Region des Tieres implantiert wird. Der Transponder sendet eine 15-stellige Identifikationsnummer mit einem führenden Ländercode, der mit einem speziellen Lesegerät aktiviert wird und aus kurzer Entfernung zu ermitteln ist. Das Verfahren erfolgt ähnlich einer Impfung mit einer Spritze und ist schnell und einfach durchzuführen. Im europäischen Reiseverkehr ist der Chip inzwischen für viele Tiere Pflicht. Nach dem Einsetzen wird das Tier mit seiner eindeutigen Nummer und allen Daten des Besitzers in einer internationalen Tierdatenbank gespeichert, die von Tierärzten und den Behörden eingesehen werden kann. Ausserdem wird eine „PET-CARD“ als „Personalausweis“ für das Tier zugesandt. So ist das Auffinden entlaufender Tiere einfacher möglich und das Aussetzen durch unverantwortliche Tierhalter wird verhindert.

Zahnpflege

Auch Tiere benötigen Zahnpflege, auch wenn das nicht ihren natürlichen Lebensumständen entspricht. Die regelmäßige Kontrolle und Pflege des Tiergebisses beugt Zahnstein, Gingivitis, Parodontitis, Entzündungen, Zahnverlust und Folgeerkrankungen vor und sollte vom Tierhalter regelmäßig durchgeführt werden. Die fachkundige Untersuchung überlässt man bestens dem Tierarzt. Erste Symptome für Zahnprobleme sind durch den Tierhalter an starkem und unangenehmem Mundgeruch oder seltsamem Fressverhalten des Haustieres zu erkennen. Die Pflege des Tiergebisses ist genau so durch regelmäßiges Zähneputzen durchzuführen, wie auch beim Menschen. Für Tiere sind dabei allerdings spezielle Bürsten und Pflegeprodukte zu verwenden. Unterstützend sollten regelmäßig Kauknochen oder Kaustreifen gegeben werden. Auch Trockenfutter unterstützt die Zahnpflege bei Tieren. Natürlich sind zuckerreiche Produkte auch bei Tieren kariesfördernd und dazu noch sehr ungesund. Ein weiterer Auslöser für Zahnprobleme bei Tieren sind Raufereien mit anderen Tieren oder auch das Kauen von Steinen oder Stöcken, sowie Spielsachen. Letztere sollten nur im Fachhandel erworben werden.

Augenreinigung

Die Augen vieler Tiere sind durch natürliche Ausflüsse, die durch Selbstreinigungsfunktionen ausgelöst werden, häufig verschmutzt. Es empfiehlt sich eine tägliche Kontrolle und Augenreinigung an den äußeren Rändern vorzunehmen. Dazu zählen die Wimpern, das Augenlid und die äußere Tränendrüse, sowie das Fell um die Augen. Es muss streng darauf geachtet werden, dass bei der Augenreinigung keine Sekrete in das Innere des Auges zurückgerieben werden. Um die Reinigung durchzuführen, müssen die verkrusteten Sekrete zunächst gelöst werden. Letzteres geschieht bestens mit normalem Leitungswasser, mit dem man die Verkrustungen ausreichend befeuchtet. Ist das Sekret gelöst und weich, kann es vorsichtig mit einem weichen, fusselfreien und feuchten Tuch entfernt werden. Das Entfernen sollte immer vom Tränenkanal / Auge weg erfolgen, um nichts ins Auge zu reiben. Für jedes Auge ist ein gesondertes Tuch zu verwenden, damit vermeidet man eventuelle Erreger von einem Auge in das andere zu übertragen. Stellt der Tierhalter ungewöhnlichen Ausfluss, Rötungen, starkes Tränen oder Entzündungen des Auges fest, ist ein Tierarzt aufzusuchen.

Krallenpflege

Die Krallen von Tieren dienen in der Regel entweder als Unterstützung beim Laufen oder Klettern, aber auch zur Jagd und dem damit verbundenen Festhalten der Beute. Der Drang der Tiere ihre Krallen selbst zu pflegen, ist besonders bei Katzen sehr ausgeprägt. Steht kein geeignetes Werkzeug zu Verfügung, muss notfalls auch das Mobiliar herhalten. In der freien Natur nutzen sich die Krallen ab und haben immer eine angemessene Länge. Bei Haustieren muss der Tierhalter der Natur in dieser Beziehung nachhelfen. Regelmäßige Kontrolle und regelmäßiges Beschneiden der Krallen ist notwendig, um ein Verwachsen auszuschließen. Die Krallenpflege sollte man erfahrenen Spezialisten oder dem Tierarzt überlassen, denn falsch geschnittene Krallen können dem Tier starke Schmerzen zufügen und in Entzündungen enden. Wer sich selbst die Arbeit machen will, sollte sich von einem Tierarzt genau zeigen lassen, wie die Arbeit auszuführen ist und stets vorsichtig und mit Bedacht handeln. Im Fachhandel gibt es geeignete Werkzeuge, um die Arbeit professionell auszuführen. Beim Einkauf sollte immer auf geeignetes und gutes Qualitätswerkzeug geachtet werden.

Kastration

Die Kastration von Tieren ist ein umstrittenes Thema, da sie auf den ersten Blick keinem Zweck dient und dem Tier unnötigen körperlichen Schaden zufügt. Betrachtet man die Kastration jedoch unter dem Aspekt einer sich wild vermehrenden Menge ausgesetzter Tiere, die unter diesem Zustand stark leiden und auch der Natur Schaden zufügen, so ist sie in jedem Fall die bessere Aternative zum Töten dieser Tiere. Bei der Haustierhaltung kommt es vor, dass manche Tiere durch unzureichendes Ausleben des Sexualtriebes bzw. des Fortpflanzungsinstinktes stark seelisch leiden und auch unangenehme körperliche Symptome aufweisen. In diesem Fall steht neben der Kastration auch ein „Hormon-Chip“ zur Lösung des Problems bereit, der implantiert wird. Behandelte Tiere fühlen sich meist wohler, wenn die Hormonproduktion durch diese Maßnahme eingeschränkt wird. Grundsätzlich bereitet die Kastration dem Tier keinen Schmerz, es ist eine kleine Routine-Operation unter Vollnarkose. Das Tier kann jedoch nach einer Kastration dauerhafte Verhaltensänderungen zeigen und es kann zu Veränderungen am Fell oder auch zu Fettleibigkeit kommen.

Entwurmung / Parasiten

Würmer dringen in der Regel als Eier oder Larven in den tierischen Organismus ein und entwickeln sich dort weiter. Nicht alle Würmer sind in den Sekreten einfach zu erkennen und nisten sich auch beim Menschen, besonders bei Kindern, schnell ein. Verwurmte Tiere können je nach Art des Parasiten schwere gesundheitliche Schäden davontragen. Aus diesen Gründen ist einer regelmäßigen (ca. dreimonatigen) Entwurmung von Haustieren anzuraten. Der Tierarzt setzt zur Entwurmung meist altbewährte Mittel aus der Humanmedizin ein, die den akuten Wurmbefall vernichten. Die Anti-Wurm-Mittel haben keine Depotwirkung, bieten also keinen längerfristigen Schutz. Neben den Tabletten finden auch Kombipräparate zur Parasitenprophylaxe und Nematodenmittel Anwendung, die aufgetropft werden können. Die Mittel zur Vermeidung von parasitärem Befall wie z.B. blutsaugenden Milben, Flöhe und Zecken haben im Gegensatz zur den Entwurmungsmitteln eine Depotwirkung. Bei Reisen ins Ausland sollten Informationen über die dort gängigen Parasiten und Würmer eingeholt werden. Neben Medikamenten gibt es auch zahlreiche alternative Wurmbehandlungsmittel.

Die vorangehenden Texte stellen eine unabhängige Information dar, die von uns erarbeitet wurde, um unseren Besuchern und Mitgliedern hochwertige Informationen bereitzustellen und medizinisches Fachwissen verständlich zu veranschaulichen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Zu weiterführenden Informationen raten wir zur Konsultation des Tierarztes, denn die hier veröffentlichten Inhalte sind keine ärztliche Beratung und ersetzen auch keine Diagnose oder Therapie.

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