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Tiertherapie

Tiere können Erkrankungen erleiden, wie Menschen. Auch für Tiere existieren konventionelle & naturheilkundliche Therapien

Therapie bei Tieren

Therapie bei Tieren

Genau wie Menschen erkranken auch Tiere an diversen Krankheiten. Neben offensichtlichen Symptomen, wie z.B. Hautreizungen, sind für den Tierhalter die Schmerzsymptome meist an der Lustlosigkeit oder anderen Verhaltensauffälligkeiten zu erkennen, denn Tiere reagieren auf Schmerzen nicht wie Menschen und können natürlich nicht sagen, wo und wie es weh tut. Auch für Haus- und Nutztiere stehen zahlreiche tiermedizinische Therapieverfahren und alternative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die zu einer Heilung oder Linderung von Beschwerden bestens geeignet sind. Besonders die alternativen Therapien können auch präventiv bei Tieren zum Einsatz kommen, um Erkrankungen langfristig zu vermeiden.

Immuntherapie

Allergien bei Tieren äussern sich z.B. in allergischen Hauterkrankungen. Die Immuntherapie bei Tieren ist eine Hyposensibilisierung gegen Allergene, an die sich das Immunsystem des Tieres gewöhnen soll. Bei einer spezifischen Immuntherapie, auch „SIT“ genannt, injiziert der Tierarzt innerhalb einer langfristigen Behandlungsmethode kleine Mengen spezifischer Allergene. Bei Tieren ist es dem Tierhalter erlaubt, die Spritzen auch eigenständig zu geben. Die Injektionen beginnen in relativ kurzen Abständen und mit steigenden Mengen, um ein höchstmögliches Niveau des Allergens innerhalb dieser Steigerungsphase zu erreichen. Anschließend wird die Dosis nicht weiter gesteigert und die Abstände zwischen den Injektionen werden länger, um eine so genannte Erhaltungsphase für ca. 6 Monate einzuhalten. In der Regel sind Erfolge relativ zeitnah sichtbar. Zeigen sich nach Abschluss der Erhaltungsphase und bis zu drei Monaten darüber hinaus allerdings keine Verbesserungen der Symptome, so ist die Therapie nicht erfolgreich und sollte abgebrochen werden. Bei der Immuntherapie ist es wichtig, das Tier nach den Injektionen für eine angemessene Zeit zu beobachten, um Nebenwirkungen kurzfristig entgegenzuwirken. Ist das Tier krank und leidet unter Fieber, so sollte eine Immunisierung nicht durchgeführt werden. Da eine Immuntherapie auch eine Belastung für den Körper darstellt, sollte nach der Injektion eine Ruhephase eingehalten werden. Die Wirksamkeit der Therapie ist sehr hoch und erreicht Quoten bis zu 80 Prozent. Um die Beschwerden des Tieres anfangs zu lindern, kann der Tierarzt zusätzlich auch Medikamente wie Antiallergika oder Antihistamine einsetzen.

Physiotherapie

Physiotherapie oder auch Krankengymnastik ist ein Verfahren, bei dem mit passiven Bewegungsabläufen Beschwerden und/oder Schädigungen gelindert und geheilt werden. Neben den Bewegungsabläufen kommen auch kombinierte Anwendungen, z.B. durch Hitze oder Kälte zum Tragen. Die Verfahren dienen bei Tieren dazu, die körperlichen Fähigkeiten wiederherzustellen. Besonders nach Operationen ist Physiotherapie bei Tieren sehr dienlich. Die Verfahren der Physiotherapie unterteilen sich in passive und aktive Bewegungstherapie, Massagen, Elektrotherapie, Wassertherapie und Wärme- und Kälteanwendungen. Achtsam ist dabei mit ätherischen Ölen umzugehen, denn viele Tiere reagieren darauf empfindlich. Die Anwendung der Verfahren ist ähnlich denen beim Menschen. Bei einer Wärmebehandlung sind neben der Wärmflasche auch Rotlichtbestrahlungen und warme Bäder Teil der Therapie. Wird mit Kälte gearbeitet, so sind die zu behandelnden Stellen immer abzudecken, um Erfrierungen zu vermeiden. Bei einer Elektrotherapie werden durch den Tier-Physiotherapeut Elektroden angebracht, um die Muskulatur gezielt durch leichte Stromstösse zu stimulieren. Häufigste Anwendung innerhalb der Physiotherapie ist die Bewegungstherapie. Wird letztere passiv durchgeführt, so bewegt der Physiotherapeut durch Beugen und Strecken das Gelenk und ergänzt diese Bewegungen durch Lockerung des umliegendes Gewebes. Bei einer aktiven Bewegungstherapie lernt das Tier durch bestimmte Hilfsmittel gewünschte Bewegungen selbständig durchzuführen. Meist kommt auch ein Aquatraining zum Einsatz, das gezielte Belastungsstufen für die Bewegung garantiert.

Gelenkersatz

Ein Hund braucht Auslauf, eine Katze sollte streunen und jagen dürfen – Diese und andere Punkte bilden einen wichtigen Grundbestandteil einer artgerechten Tierhaltung. Auch die Mobilität ist eine der wesentlichsten Lebensinhalte eines Tieres und bildet im natürlichen Umfeld eine überlebenswichtige Funktion. Weitet man den Begriff „artgerecht“ darauf aus, so ist vom Tierhalter möglichst alles zu unternehmen, um die Mobilität sicherzustellen. Wie beim Menschen, treten auch bei Tieren Schädigungen des Knochenbaus auf. Diese Schädigungen können Verschleißerscheinungen sein, aber auch zuchtbedingt oder durch Unfälle auftreten. Ist ein Gelenk so stark beschädigt, dass dauerhafte Schmerzen und Bewegungsunfähigkeit auftreten, so kann eine Endoprothese implantiert werden, die als Gelenkersatz die Funktion des defekten Gelenks übernimmt und die Mobilität wieder herstellt. Bekannt sind die Operationen bereits bei Katzen und Hunden, wobei vorwiegend künstliche Hüftgelenke und Kniegelenke implantiert werden. Die Operation ist wegen der Körpergröße und der damit verbundenen „kleinen Knochen“ oft schwerer durchzuführen als beim Menschen. Bei anderen Tierarten sind Operationen dieser Art noch recht selten. Der Tierhalter darf bei aller Liebe allerdings nicht vergessen, dass ein Gelenkersatz eine nicht unerhebliche Operation bedingt, die auch risikoreich ist. Bevor operiert wird, sollten alle Möglichkeiten wie eine Physiotherapie oder Medikamente in Betracht gezogen werden. Ein ausführliches und informatives Gespräch mit dem Tierarzt ist die wichtigste Entscheidungshilfe für den besorgten Tierhalter.

Osteopathie

Auch bei Tieren wird Osteopathie häufig angewendet, um Störungen im Bewegungsablauf zu beseitigen. Die Betrachtung durch einen Osteopathen findet aus einem ganzheitlichen Gesichtspunkt statt. Ist das harmonische Zusammenspiel des Knochen- oder Muskelapparates nicht einwandfrei, so definiert der Osteopath dies als eine energetische Störung des Gesamtsystems, die er durch spezielle Techniken wieder in Einklang bringen kann. Ein Tier-Osteopath beobachtet die Bewegungen eines Tieres und stellt anhand der möglichen Einschränkungen fest, ob eine Körperfunktion gestört ist. Besonders nach Unfällen oder ähnlichen Ereignissen nimmt der Körper eine Schutzhaltung ein und verhärtet dabei Muskeln. Weiterhin können „Verklebungen“ der Bänder oder Gelenke im Nachhinein zu dauerhaften Fehlhaltungen führen. Die Behandlung des Tieres erfolgt bei der Osteopathie durch reine Arbeit mit den Händen. Das primär Ziel ist dabei die Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte. Auch die Lebensumstände sind Teil einer osteopathischen Diagnose. Manche Osteopathen führen Fehlhaltungen auch auf Umstände wie eine falsche Ernährung zurück, weil der Magen durch unverträgliche Nahrung Schmerzen verursacht, die der Körper durch Haltungsänderungen auszugleichen versucht. Auch die seelische Befindlichkeit kann zu dauerhaften Fehlhaltungen führen und ist Teil des diagnostischen Gesamtbildes. Besonders nach einer Operation ist eine osteopathische Nachbehandlung ratsam, um den Körper wieder in Harmonie zu bringen. Meist werden Pferde und Hunde mit Osteopathie behandelt.

Bachblüten-Therapie

Die bereits über fünfzig Jahre alte Behandlungsmethode nach Dr. Edward Bach hat sich im Laufe der Zeit nicht nur bei der Behandlung von Menschen als eine sehr verlässliche Methode der Naturheilkunde etabliert. Auch Tierheilkundler setzen mehr und mehr auf das Erfolgskonzept der Bachblüten-Therapie. Besonders zeichnet sich die Behandlung mit Bachblüten durch die Vermeidung von Nebenwirkungen aus. Die wissenschaftlich umstrittene These von Dr. Bach führt Erkrankungen auf eine Disharmonie zwischen der Seele und der Persönlichkeit zurück. Bach hat eine große Vielzahl von solchen Gemütszuständen definiert und diese dafür geeigneten Blüten und Pflanzenteilen zugeordnet. Durch Kochen oder Einlegen der Pflanzen und Blüten werden laut Befürwortern der Therapie die positiven Schwingungen auf Wasser übertragen, das eingenommen oder aufgetragen den Körper wieder ins Gleichgewicht bringt, was durch Selbstheilung zur Gesundung beiträgt. Anwendungsgebiete sind neben der Behandlung von Krankheiten und Beschwerden auch seelisch bedingte Störungen bei Tieren. Die Dosierung der Mittel sollte immer auf die Körpergröße des Tieres angepasst werden, jedoch sollte eine genaue Abwägung stattfinden, ob die Erkrankung durch Selbstheilungskräfte bewältigt werden kann. Bei Unsicherheit ist ein Besuch beim Tierarzt dringend anzuraten. Da manche Tinkturen in Alkohol gelöst sind, der für viele Tiere schädlich ist, muss die Verabreichung durch geeignete Methoden variiert werden. Auf Tiere spezialisierte Bachblüten-Therapeuten haben dazu eigene Methoden, wie z.B. die vorherige Trocknung entwickelt, um den Behandlungserfolg sicher zu stellen, ohne das Tier zu gefährden.

Homöopathie

Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethodik, die auf den Beobachtungen und Erfahrungen der Wirkung gewisser Stoffe auf den Körper beruht. Die pauschalisierte Grundaussage ist, dass eingenommene Substanzen, die bei einem gesunden Körper Symptome auslösen, bei einem erkrankten Organismus mit gleichen Symptomen eben diese Krankheiten zu heilen vermögen. Diese Ähnlichkeitsregel wird mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, dem Totalitätsprinzip, als Diagnosemethode kombiniert, wobei neben den körperlichen Faktoren auch die seelische Verfassung und die gesamten Lebensumstände betrachtet werden. Bei der homöopathischen Behandlung kommen schließlich verdünnte Substanzen zum Einsatz, die meist per Globuli als Träger der Essenz verabreicht werden. Die Wirksamkeit der Substanzen wird durch energetische Anreicherung durch Verdünnen und Verschütten potenziert. Es gilt: Je höher „verdünnt“ ein Wirkstoff ist, desto höher ist seine potentielle Wirksamkeit. Auch wenn die Wirksamkeit von Homöopathie bei Wissenschaftlern umstritten ist, wird die Heilmethode gerade bei Tieren sehr oft und sehr erfolgreich eingesetzt. Der „Placebo-Effekt“ ist durch die eingeschränkte Wahrnehmung von Tieren hierbei ausgeschlossen, denn ein Huhn weiß sicher nicht, dass es beim Essen gerade homöopathisch behandelt wird. Die Behandlung von Tieren basiert auf einer gründlichen Untersuchung, die Symptome analysiert und in Bezug auf die gesamten Lebensumstände des Tieres einer Ursache zuführt. Diese Ursache wird endlich durch Substanzen therapiert, um ein gestörtes Gleichgewicht wieder herzustellen und Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

Tierkommunikation

Tierkommunikation bezeichnet die telepathische Kommunikation eines Mediums mit einem Tier. Für diese lautlose Sprache zwischen Mensch und Tier ist ein körperlicher Kontakt mit dem Medium nicht zwingend notwendig. Die Kontaktaufnahme kann auch anhand eines Bildes oder Gegenständen, mit denen das Tier gewohnt ist zu spielen, bzw. per Telefon ausgeführt werden. Das Tier sollte bei einer Kontaktaufnahme nicht abgelenkt sein und auch der Tierhalter sollte sich ungestört und in einer ruhigen Atmosphäre befinden. Es ist ratsam die Fragen, die den Halter beschäftigen vorher, auf einen Zettel zu notieren und auch während der Kommunikation immer Zettel und Stift bereitzuhalten. Das Medium kann mit allen beseelten Wesen Kontakt aufnehmen und empfängt / übersetzt Bilder und Gefühle des Tieres, um diese dann für den Tierhalter in Worte zu fassen und ein besseres Verständnis zu erlangen. Tierkommunikation gibt dem Tierhalter die Möglichkeit, den seelischen Zustand des Tieres besser zu erkennen und den Lebensgefährten in seiner Gesamtheit aus Körper, Geist und Seele besser zu verstehen. Da Tiere Schmerzen und Krankheiten anders begegnen als Menschen und ihren Schmerz und die Gefühle meist nur durch verändertes Verhalten ausdrücken, erkennt der Tierhalter oft nicht die tieferliegenden Gründe und tut sich schwer, eine Unterscheidung zwischen seelischem und körperlichem Leiden zu erkennen. Ein Tier-Medium ist in der Lage, die Welt des Tieres im Gesamten zu erfassen und auch anhand menschlicher Dimensionen zu vermitteln. Ist ein Tier entlaufen und seit Tagen nicht auffindbar, so werden oft und erfolgreich Tiermedien eingesetzt, um das Tier wieder aufzufinden.

Akupunktur

Die Akupunktur entstammt der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM). Das Verfahren beruht auf dem Gleichgewicht von Yin & Yang, welche Pole darstellen, die ihren Ursprung jeweils gegenseitig bilden. Innerhalb der Tages- und Nachtzyklen erreichen die Pole wechselseitige Minimum- und Maximumpotentiale, denen fünf Phasen in der TCM zugeordnet werden. Jeder der fünf Phasen sind verschiedene Organe eines Tieres zugeordnet und wenn das Yin / Yang im Gleichgewicht ist, ist auch das Tier gesund. Ist das Gleichgewicht gestört, so liegt eine Störung im Energiefluss vor und es folgt nach der TCM oft eine Krankheit. Durch die Anwendung der Akupunktur als Regulationstherapie kann das Gleichgewicht wieder in Einklang gebracht werden. Unterstützend zur Schulmedizin kann Akupunktur auch als begleitende Komplementärbehandlung stattfinden. Diagnostisch erfasst die Akupunktur die Gesamtheit des Tieres bestehend aus Körper, Geist, Seele und seine Interaktion mit der Umwelt. Als Instrumente nutzt der Akupunkteur seine fünf Sinne und übt Druck auf bestimmte Akupunktur-Punkte aus, um die Reaktion des Tieres zu beobachten. Innerhalb der Therapie werden spezielle Akupunktur-Nadeln eingesetzt, die an Akupunkturpunkten entlang der Meridiane schmerzfrei in die Haut geschoben werden. Die Nadeln üben über das Nervensystem Reaktionen am Gewebe und den Organen aus, um über die Selbstheilungskräfte das energetische Gleichgewicht wieder in Ausgleich zu bringen. Auch Laser- und Stromstimulation kommen anstelle von Nadeln zum Einsatz. Da die Behandlung oft Müdigkeit auslöst, sollte dem Tier eine ausgedehnte Ruhephase gewährleistet werden.

Narkose & Operation

Wird ein Tier operiert, so geschieht dies wie beim Menschen auch unter Einsatz einer Narkose. Die Narkose selbst ist ein durch Medikamente ausgelöster Tiefschlaf und dient dazu dem Operateur die Möglichkeit eine nicht von Bewegungen gestörte Basis für eine OP zu verschaffen. Dem Tier dient die Narkose dazu, die damit verbunden Schmerzen nicht wahrzunehmen und schmerzfrei zu bleiben. Die Methoden einer Narkose sind vielfältig und werden je nach Art der Operation passend nach Verträglichkeit, Intensität und Dauer ausgewählt. Neben der Vollnarkose stellen auch die leichte Sedierung und die Lokalanästhesie Narkosemethoden dar. Eine Vollnarkose wird durch die Verabreichung des Narkosemittels direkt in das Blut, oder durch dauerhafte Inhalation in Kombination mit oral zugeführter Medikamente ausgeführt. Eine Sedierung versetzt das Tier in einen schläfrigen Zustand, wobei die Umgebung nur gedämpft wahrgenommen wird. Diese Methode wird besonders beim Transport und der Untersuchung wilder Tiere angewandt. Die Lokalanästhesie, oder auch partielle Betäubung, macht nur einen bestimmen Bereich des Körpers unempfindlich gegen Schmerz. Die Mittel werden dabei direkt in das umliegende Gewebe gespritzt. Die Methode eignet sich primär für Zahnbehandlungen, kleinere Eingriffe oder das Nähen von Wunden. Will man größere Körperflächen betäuben, so kommt auch bei Tieren eine epidurale Anästhesie zum Einsatz. Als Regionalanästhesie wird hierbei in den den Nerven nahegelegenen „Hohlraum“ (Epiduralraum) gespritzt, der die Nerven lahm legt. Bekanntestes Beispiel ist die bei einem Kaiserschnitt angewandte Methode der Periduralanästhesie (PDA).

Chemotherapie

Auch Tiere werden krank, so ist auch Krebs eine mögliche Diagnose. Eine häufige Behandlung der Tumor-Erkrankung findet durch eine Chemotherapie statt. Die Therapie hat das Ziel, so viel wie möglich von den Tumorzellen zu vernichten und dabei die auftretenden Nebenwirkungen auf möglichst kleinem Niveau zu halten. Häufig wird zusätzlich auch eine Strahlentherapie durchgeführt. Im Falle starker körperlicher Beschwerden, wie z.B. Atemnot, wird parallel auch eine Operation des Tumors durchgeführt. Da die Behandlung bei Krebs meist auch destruktiv auf gesunde Komponenten des Körpers wirkt, treten oft starke Nebenwirkungen auf wie Übelkeit, Erbrechen, Kraftlosigkeit, Hautirritationen und der temporäre Verlust der Behaarung. Die Medikamente bei einer Therapie gegen den Krebs wird meist mit sogenannten Zytostatika durchgeführt, die als Zellgift gegen die Tumorzellen wirken, aber auch gesunde Zellen angreifen. Eine Bestimmung der Art des Tumors ist meist zwingend notwendig, da kleinzellige und großzellige Tumore wiederum in verschiedene Kategorien eingeteilt werden können, die eine spezielle Anpassung der Chemotherapie bedingen. Die Chemotherapie verfolgt einen Heilungsansatz, ist diese nicht mehr möglich, so wird die „palliative Therapie“ angewendet, um die Lebensqualität auf bestmöglichem Niveau sicherzustellen. Die Therapie erfolgt meist durch Einnahme von Tabletten oder durch Infusionen. Das erste Ziel verfolgt die Reduktion des Tumorgewebes, anschließend wird durch eine angepasste Chemotherapie versucht das erneute Wachstum einzudämmen. Wird kein ausreichender Erfolg erzielt, wird die Therapie wiederholt.

Aromatherapie

Die Aromatherapie bei Tieren kann eine heilungsfördernde Unterstützung bieten. Bei der Therapie werden gezielt ätherischen Öle und sogenannte Hydrolate eingesetzt. Hydrolate sind meist Pflanzenwässer, Blütenwässer oder aromatische Wässer. Die Anwendung erfolgt durch Inhalation, Spülungen, Einnahme oder auch das Auftragen der Substanzen. Da Tiere einen wesentlich ausgeprägteren Geruchssinn besitzen als Menschen, ist die Anwendung für das Tier entsprechend individuell anzupassen. Weiterhin besitzt jede Tierart einen für sie eigenen Geruchssinn, was eine erhöhte Achtsamkeit beim Einsatz der Aromatherapie bedingt. Grundsätzlich vertragen pflanzenfressende Tierarten den Einsatz von ätherischen Ölen besser als die fleischfressenden Tieren. Besonders Hunde und Katzen sind von den starken Gerüchen meist nur schwer „zu überzeugen“. Neben dem körperlichen Einsatz von Aromastoffen, spielen die Düfte auch eine Rolle beim seelischen Gleichgewicht von Tieren. So können z.B. durch Misshandlung verhaltensgestörte Haustiere oft sehr gut therapiert werden. Besonders viele ätherische Öle zeichnen sich durch ihre natürliche keimtötende oder desinfizierende Wirkung aus. Sie können somit die Wundheilung verbessern, aber auch als Präventivmittel z.B. zur Vermeidung von Parasitenbefall eingesetzt werden. Auch als Aktivator für den Stoffwechsel eignen sich diese Öle hervorragend. Besonders bei Tieren, die durch ihre natürliche Neigung zu Revierkämpfen oder den starken Drang nach Bewegung regelmässig mit kleineren Verletzungen nach Hause kommen, ist eine Behandlung mit Aromatherapie eine hilfreiche Unterstützung.

Kinesiologie

Kinesiologie ist eine ganzheitliche Therapieform, die sich grundlegend mit der Bewegung und der Reaktion bestimmter Muskeln in deren Zusammenhang mit Organen und Meridianen (Energieleitbahnen) beschäftigt. Grundannahme ist es, dass dauerhafter Stress oder andere seelische Belastungen direkte Auswirkung auf den Organismus haben und das Biosystem dadurch geschwächt wird, was sich auch in einer Schwächung der Muskulatur äußert. Im Umkehrschluss wirken positive Einflüsse äquivalent und stärken das Biosystem und die Muskulatur. Ein Kinesiologe bedient sich zur Diagnose somit eines Muskeltests. Das bioenergetische Testverfahren bedient sich meist des Energiemodels der Akupunktur und kann auf energetischer Ebene bereits Ungleichgewichte aufspüren, bevor es zu einer direkten Erkrankung kommt. Es sei darauf hingewiesen, dass diese wissenschaftlich umstrittene Diagnosemethode keine Untersuchung beim Tierarzt ersetzen kann. Besonders in der Tier-Kinesiologie wird ein Medium eingesetzt, da die Muskeltests nicht direkt am Tier durchzuführen sind. Die sogenannte Surrogatperson ist kinesiologisch geschult und nimmt durch Berührung Kontakt zum Tier auf, um den Untersuchenden zu unterstützen. Auch eine Untersuchung an Blut- oder Harnproben des Tieres kann stellvertretend für das Tier selbst zum Einsatz kommen, da laut Kinesiologie die gesamten energetischen Informationen in jeder einzelnen Zelle gespeichert sind. Kinesiologie eignet sich bestens als präventives Instrument und kann auch parallel zur Schulmedizin sehr unterstützend sein. Ein Befund durch einen Tierarzt ist jedoch eine zwingend einleitende Voraussetzung für die kinesiologische Behandlung.

Tier-Psychologie & Erziehung

Meist wird der Gesundheitszustand eines Nutz- oder Haustieres pauschal mit der körperlichen Intaktheit oder durch die Leistungsfähigkeit des Tieres ausgedrückt. Doch auch Tiere haben eine Seele, Empfindungen und Bedürfnisse. Misshandlungen, falsche Erziehung oder ein nicht artgerechter Lebensraum haben starke Auswirkungen auf die Psyche des Tieres und können besonders bei großen Tieren auch für den Tierhalter oder die Familie eine Gefahr bedeuten. Die Einzelhaltung von Tieren kann besonders bei manchen Vogelarten zu schweren seelischen Erkrankungen führen, da der natürliche Lebenspartner fehlt. Der Bereich Tierpsychologie und Tiererziehung beschäftigt sich mit der Psyche von Tieren und strebt Verbesserungen der Lebensqualität und des Verhaltens des Tieres an. Auch das Zusammenleben der Familie mit einem Haustier sollte harmonisch und ausgewogen sein. Ist das Verhältnis gestört, so kann ein Tierpsychologe oder Tier-Trainer diese Harmonie innerhalb der Familie wiederherstellen. Bei der Auswahl eines Tierpsychologen ist immer Vorsicht geboten, denn der Begriff ist keine geschützte Berufsbezeichnung, kann also von jedem ausgeübt werden, was für den Tierhalter eine genaue Prüfung der Qualifikationen bedeutet. Ein Psychologe für Tiere versucht das innere Erleben eines Tieres zu ergründen und zu verstehen und entwickelt aus seinen Erkenntnissen praktische Verfahren, um auf das Tier einzugehen oder es zu konditionieren. Jegliche Art von Gewalt ist bei einem ethisch handelnden Tier-Trainer niemals ein Mittel zur Erziehung. Auch Tierärzte können eine Zusatzausbildung absolvieren, die unter dem Titel „Spezialist für Verhaltensmedizin“ geführt wird.

Phytotherapie

Phytotherapie ist ein alternatives Therapieverfahren auf Basis der Kräuterheilkunde, das von Tierheilpraktikern durchgeführt wird. Es kommen sogenannte Phytotherapeutika zum Einsatz, die aus Heilpflanzen zubereitet werden. Die Heilkunde mit Pflanzen und Pflanzenteilen zählt zu den wohl ältesten Therapie- und Vorsorgeverfahren und ist heute besonders durch die geringen Nebenwirkungen und die gute Verträglichkeit populärer denn je. Tiere, die in der freien Natur leben, aber auch manche Haustiere, wissen meist instinktiv, was ihnen gut tut, wenn sie gesundheitliche Probleme aufweisen. So kauen viele Tiere bei Störung der Verdauung wie selbstverständlich bestimmte Pflanzen, um ihre Probleme zu lösen. Vögel sind dafür bekannt bestimmte Kräuter in ihr Nest zu verbauen, die Parasiten abweisen. Die Pflanzenheilkunde selbst hat sich seit Jahrtausenden weltweit entwickelt. Das bekannteste Beispiel findet sich heute in der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM), aber auch die Grundlagen der modernen Medikamente und das Verständnis der Homöopathie basiert auf der Pflanzenkunde. Der wohl berühmteste Heiler der Phytotherapie war Paracelsus. In der Veterinärmedizin waren heilende Pflanzen von Anfang an die am meisten verordneten Arzneien. Die Erkenntnisse stützen sich rein auf Beobachtung und haben sich seit damals immer weiter entwickelt. Die moderne Phytotherapie ist spezialisiert auf Diagnose und die Rezepte, die für das Tier individuell erarbeitet werden. Nur spezielle Anwendungen von Wickeln oder Kräuterstempeln zur Wundheilung übt ein Phytotherapeut selbst am Tier aus, da der Tierhalter mit den speziellen Techniken meist überfordert ist.

Die vorangehenden Texte stellen eine unabhängige Information dar, die von uns erarbeitet wurde, um unseren Besuchern und Mitgliedern hochwertige Informationen bereitzustellen und medizinisches Fachwissen verständlich zu veranschaulichen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Zu weiterführenden Informationen raten wir zur Konsultation des Tierarztes, denn die hier veröffentlichten Inhalte sind keine ärztliche Beratung und ersetzen auch keine Diagnose oder Therapie.

Online Beratung zur Tiertherapie

Hier findest Du eine Liste von Beratern, die sich auf das Thema Therapie von Tieren spezialisiert haben

  • Ernährungsberater für Tiere D. Leikauf

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  • Tierheilpraktiker / Osteopathen H. Einwächter-Langer

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Magazinartikel zum Thema Tiere & Therapie

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