Magenschleimhautentzündung (Gastritis) bei der Katze

Definition

Ist die Magenschleimhaut entzündet, liegt eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) bei der Katze vor. Die Ursachen hierfür können unterschiedlich sein. Es kann von einer leichten Reizung bis hin zu einer starken Entzündung reichen. In der Folge kann ein Magengeschwür entstehen.

Tierärzte unterscheiden bei Entzündungen der Magenschleimhaut zwischen einer chronischen und einer akuten Magenschleimhautentzündung. Die akute Magenschleimhautentzündung heilt in den meisten Fällen gut, wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt wird.

Ursache

Eine Magenschleimhautentzündung bei der Katze hat unterschiedliche Ursachen. Schließlich ist die Magenschleimhaut dazu da, den Magen der Katze vor den Säuren zu schützen, die für die Verdauung jedoch wichtig sind. Ursachen für eine Gastritis können allergische Reaktionen auf Inhaltsstoffe im Futter, Bakterien wie beispielsweise der Helicobacter, nicht verdauliche Materialien, die von der Katze verschluckt wurden, Nierenerkrankungen und Tumore sein.

Symptome

Die Katze erbricht in der Regel häufig, wenn eine Magenschleimhautentzündung bei der Katze vorliegt. Neben den Resten vom Futter mischen sich auch Blut und Schleim in das Erbrochene.

Wenn die Katze bereits unter einem Magengeschwür leidet, kommt es darüber hinaus zu Unlust beim Fressen, Lethargie, also Schläfrigkeit, und Druckempfindlichkeit im Oberbauch.

Diagnose

Leider lassen sich auf Ultraschallbildern und Röntgenaufnahmen nur Magengeschwüre, jedoch keine Magenschleimhautentzündung bei der Katze erkennen. Deshalb ist es notwendig, dass der Tierarzt um eine Tiermagenspiegelung vornimmt, um eine eindeutige Diagnose stellen zu können. Bei der sogenannten Gastroskopie wird ein Endoskop mit einer kleinen Kamera in den Katzenmagen eingeführt. So können Veränderungen an der Magenschleimhaut sichtbar gemacht werden.

Ist das Verschlucken von etwas Unverdaulichem die Ursache für die Magenschleimhautentzündung bei der Katze, kann der Arzt den Störenfried direkt bei der Magenspiegelung mithilfe einer kleinen Zange entfernen. Eine weitere Diagnosemethode ist das Entnehmen einer Gewebeprobe mit einer Hohlnadel. Das Gewebe kann danach auf Entzündungen oder Bakterien untersucht werden.

Behandlung

Je nach Ursache für die Magenschleimhautentzündung bei der Katze werden unterschiedliche Medikamente verabreicht. Um eine Übersäuerung des Magens zu vermeiden, verschreibt der Arzt Protonen-Pumpen-Hemmer oder den Wirkstoff Omeprazol sowie Histamin-Rezeptor-Antagonisten, wie zum Beispiel Famotidin.

Wann zum Tierarzt?

Wenn die Samtpfote nur hin und wieder erbricht, heißt das noch nicht, dass eine Magenschleimhautentzündung bei der Katze vorliegt. Kommen jedoch weitere Symptome wie Fressunlust, Schläfrigkeit oder Schmerzen hinzu, könnte dies auf eine Magenschleimhautentzündung bei der Katze hinweisen. Ein Arztbesuch ist deshalb in jedem Fall wichtig, denn eine unbehandelte Magenschleimhautentzündung kann zu einem Magengeschwür führen.

Prognose

Im Regelfall ist die Prognose bei einer Magenschleimhautentzündung bei der Katze gut, wenn die Ursache schnell erkannt und entsprechend behandelt werden kann. Die Prognose verschlechtert sich allerdings, wenn die Katze unter einem Magengeschwür oder -tumor leidet.

Vorbeugung

Einer Magenschleimhautentzündung bei der Katze ist nur sehr schwer vorzubeugen. Man sollte darauf achten, säurehaltiges Futter zu vermeiden und darauf, dass die Katze von giftigen und reizenden Substanzen ferngehalten wird.

Zieht die Magenschleimhautentzündung eine Nierenerkrankung nach sich, sollte diese unbedingt medizinisch behandelt werden.

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