Die Afrikanische Pferdepest ist eine anzeigepflichtige Erkrankung. Sie wird durch den African Horse Sickness Virus verursacht. Die Übertragung erfolgt durch blutsaugende Insekten. Daher müssen die Insekten zunächst das Blut eines infizierten Tieres aufnehmen. Die Erreger gelangen dann in den Speichel der Fliegen. Beim nächsten Saugen geht der Virus dann auf den neuen Wirt über. Darüber hinaus können die Viren auch durch Schmierinfektionen übertragen werden. Die Erkrankung ist ursprünglich in Afrika beheimatet. Allerdings traten bis Anfang der 1990er Jahre auch Fälle in Europa auf. Hier waren besonders die südlichen Länder betroffen. Eine Verbreitung in ganz Europa kann allerdings auf Grund der modernen Transportmittel nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich verläuft die Erkrankung schwer und kann zum Tod des Tieres führen. Die Verlaufsformen können allerdings höchst unterschiedlich sein. Häufig tritt hohes Fieber auf. Die Atemwege sind betroffen. Es kommt zu Husten und schaumigem Nasenfluss. Diese Erkrankung wird als perakut bezeichnet und verläuft meistens tödlich. Bei einer weiteren Variante tritt ebenfalls Fieber auf, das leicht unterhalb der perakuten Form verläuft. Darüber hinaus treten Schwellungen am Hals sowie am Kopf auf. Es entsteht ein Sauerstoffmangel. Daher bildet sich eine Zyanose. Blutungen an den Schleimhäuten sowie eine Bindehautentzündung sind ebenfalls vorhanden. Nach weniger als acht Tagen kommt es häufig zum Herzversagen. Grundsätzlich ist auch ein milder Verlauf möglich. Hier entsteht nur Fieber, das nach mehreren Tagen abklingt. Das Tier entwickelt keine weiteren Symptome. Auch ein „stummer“ Verlauf ist möglich. Grundsätzlich kann die Krankheit nicht behandelt werden. Daher müssen infizierte Tiere getötet werden. Eine Vorbeugung kann nur erfolgen, indem die verantwortlichen Insekten bekämpft werden.

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