Die ansteckende Gebärmutterentzündung des Pferdes (CEM) ist eine bakterielle Erkrankung. Die Ansteckung erfolgt in Folge des Deckakts oder nach einer künstliche Besamung. Die betreffenden Bakterien können leicht übertragen werden, wobei Vollblüter empfänglicher für die Ansteckung sind. Einige Tiere zeigen keine Symptome, so dass sie die Erkrankung unbemerkt übertragen können. Grundsätzlich entwickelt ein Hengst keine Symptome und überträgt die Krankheit nur auf die Stuten. Bei ihnen kommt es dann zu einer Unfruchtbarkeit. Bereits trächtige Stuten können ihre Fohlen verlieren. Zudem tritt ein Ausfluss an der Scheide auf, der milchig und schleimig ist. Darüber hinaus können chronische Formen vorkommen, bei denen der Ausfluss kaum sichtbar ist. Zur Diagnose werden Abstriche aus der Scheide der Stute oder aus der Vorhaut des Hengstes entnommen. Hierin sind die Erreger nachweisbar. Weiterhin können im Blut Antikörper nachgewiesen werden. Die Behandlung erstreckt sich über mehrere Monate. Äußere Teile der Geschlechtsorgane können durch Desinfektion behandelt werden sowie mit Antibiotika. Eine Impfung steht nicht zur Verfügung. Vielmehr müssen die gängigen Hygienestandards eingehalten werden, damit die Ansteckungsgefahr minimiert werden kann.

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