Die Brachyurie beschreibt eine Verkürzung der Wirbelsäule bei Katzen, wodurch ihr Schwanz ebenfalls kürzer ausgeprägt ist. Die Verkürzung ist angeboren. Daher handelt es sich im wesentlichen um einen genetischen Defekt, der in der Zucht allerdings gezielt eingesetzt wird. Die bewusste Zucht wird dabei als Qualzucht angesehen, die ethischen Grundsätzen widerspricht. Die Züchter sind allerdings aufgrund der Rassestandards dazu angehalten, diesen Fehler gezielt zu fördern, so dass sich der Züchter zwischen zwei Polen befindet. Bei verschiedenen Rassen handelt es sich um einen gewollten Defekt, der sogar im Rassestandard niedergeschrieben ist. Ein Beispiel für solche Rassen ist die Manxkatze oder auch die Pixie-Bob. Bei vielen Rassen sind weitere Deformationen an der Wirbelsäule sowie an den Beckenknochen zu erkennen. An der Wirbelsäule trifft dies häufig auf Keilwirbel und Ähnliches zu, so dass der Rückenmarkskanal verengt sein kann. Dadurch können neurologische Störungen auftreten. Bei einigen Rassen sind zudem vermehrt Gehirnfehlbildungen zu finden und die Augen können ebenfalls hervortreten. Problematisch ist der verkürzte Schwanz durch den Umstand, dass dieser Körperteil der Kommunikation dient. Dadurch ist die Kommunikation mit Artgenossen stark beeinträchtigt. Eine Beseitigung des Problems ist nicht möglich.

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