Die Furunkulose bei Fischen ist eine bakterielle Infektion. Sie betrifft vor allem Saiblinge sowie die Bachforelle. Sie tritt vor allem unter Stressbelastungen auf. Unter dem Begriff Furunkel ist eigentlich ein Haarbalgabszess zu verstehen. Die in seltenen Fällen auftretenden Hauterscheinungen erinnern allerdings an diese Prozesse, woher auch ihr Name kommt. Die Übertragung erfolgt durch die Berührung mit Ausscheidungen von bereits erkrankten Tieren. Auch Eier und andere Parasiten können die Krankheit übertragen. Bei der akuten Verlaufsformen betragen die Verluste über 50 Prozent des Gesamtbestandes. Sie äußert sich durch Blutungen der inneren Organe, wie es auch bei der viralen Septikämie der Fall ist. Die Flossenansätze zeigen Blutergüsse und die Kiemen sind mit kleinen Punktblutungen besetzt. Die Milz schwillt an und auch alle anderen inneren Organe können Punktblutungen zeigen. Die Nieren sind oft breiig verändert. Das Krankheitsgeschehen kann sich allerdings auch auf die Muskeln oder den Darm beschränken. Darüber hinaus ist eine chronische Form bekannt, die sich durch Schuppendefekte und eine Dunkelfärbung des Tieres äußert. Oftmals sind die Tiere blind und schwach. Die Diagnose wird durch den Erregernachweis gestellt. Antibiotikum stellt das Mittel der Wahl für die Behandlung dar. Zudem müssen erkrankte Tiere vom Gesamtbestand getrennt werden.

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