Als Handaufzucht wird der Umstand bezeichnet, dass ein Jungtier von Menschen aufgezogen wird. Gerade in Zoos ist diese Methode verbreitet. Sie wird eingesetzt, wenn das Muttertier nicht in der Lage ist, das Jungtier selbst zu versorgen. Auch wenn das Muttertier verstarb oder das Jungtier nicht annimmt, wird die Handaufzucht als Mittel der Wahl eingesetzt. Problematisch ist bei dieser Form der Aufzucht die Nähe zum Menschen. Gerade in der Prägungsphase kann eine starke Bindung entstehen, wodurch eine Eingliederung in die Gruppe der Artgenossen problematisch werden kann. Zudem werden die typischen Verhaltensweisen beeinflusst. Viele arttypische Gewohnheiten wie die Jagd oder die Futtersuche allgemein können nur schwer erworben werden, da die praktische Erfahrung ausbleibt.Daher kann sich das Problem entwickeln, dass die Tiere beispielsweise nicht in der Lage sind, ihre Nahrung eigenständig zu beschaffen. Der Mensch hat daher die Aufgabe, diesen Tieren eine möglichst artgerechte Verhaltensweise beizubringen. Das Muttertier wird durch den Pfleger ersetzt, der für die Aufzucht verantwortlich ist. Handaufzuchten zeigten in der Vergangenheit immer wieder Erfolge. Gerade bei bedrohten Tierarten kann diese Aufzucht die einzige Möglichkeit sein, eine Population aufrecht zu erhalten, da hier jedes Tier eine wichtige Rolle einnimmt.

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