Von einem Harnröhrenverschluss sind Kater häufiger betroffen als ihre weiblichen Artgenossen. Grundsätzlich kann der Verschluss aus verschiedenen Gründen vorliegen. Allerdings sind die Symptome bei allen Problemen sehr ähnlich. In mehr als 60 Prozent aller Fälle sind es verklebte rote Blutkörperchen, Bindegewebe oder Entzündungszellen sowie Mineralien, die einen Verschluss verursachen. In mehr als einem Viertel aller Fälle kann kein Grund für den Verschluss gefunden werden. Nur etwa zehn Prozent werden durch Steine verursacht. Die Katzen versuchen bei einem Harnröhrenverschluss zu urinieren, wobei dies nicht möglich ist. Durch den Harnstau entstehen starke Schmerzen. Die Katze wirkt teilnahmslos. Der Urin kann sich in die Nieren zurückstauen. Dadurch entsteht eine Mangelversorgung des Gewebes, so dass ein Nierenversagen auftreten kann. Das Tier hat keinen Hunger mehr, erbricht und wird depressiv. Ist die Füllung zu groß, dann kann die Blase reißen. Dadurch kommt es kurzzeitig zu einer Entlastung. Durch das Einfließen in die Bauchhöhle entsteht allerdings eine Entzündung, die dann zum Tod des Tieres führt. Die Diagnose kann durch ein bildgebendes Verfahren wie Ultraschall gestellt werden. Grundsätzlich muss die Ursache beseitigt werden. Akut muss der Abfluss des Urins in die Wege geleitet werden, um der Katze Erleichterung zu verschaffen. Häufig reicht die Legung eines Katheders aus. In einigen Fällen müssen die Verschlüsse operativ entfernt werden.

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