Die Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut bei Pferden. Die Problematik wird nicht durch Erreger ausgelöst und führt zu einer Ablösung der Hufkapsel von der Lederhaut. Die Erkrankung kann durch eine Vielzahl von Auslösern entstehen. Allen ist gemeinsam, dass es zu einer Blutzirkulationsstörung kommt, die sich in der Huflederhaut abspielt. Durch die Störung bilden sich Ödeme, die dann Schmerzen verursachen. Ein Symptom ist zunächst die Abkühlung des Hufs, die nur selten bemerkt wird, da sie nur kurzzeitig vorliegt. Direkt danach kommt es zu einer Erhitzung des Hufs und der Kronrand schwillt an. Dies ist als Zeichen für die Entzündung zu werten. Die Sohle des Tieres schmerzt; die Arterie des versorgenden Gebietes pulsiert beim Ertasten. Das Tier versucht, die betroffenen Hufen zu entlasten. Der Gang kann daher steif wirken. Der Huf muss sofort gekühlt werden. Dies kann mit kaltem Wasser gewährleistet werden. In Rücksprache mit einem Veterinärmediziner kann auch Salicylsäure verabreicht werden, die das Verklumpen der Blutblättchen verhindert. Dadurch kann das Blut besser zirkulieren. Dies sollte allerdings nicht ohne Rücksprache erfolgen, da im Einzelfall Risiken vorliegen können, die ein Laie nicht einschätzen kann. Die tierärztliche Therapie besteht aus einer Schmerzlinderung und der Förderung der Durchblutung. In Einzelfällen werden entwässernde Medikamente verordnet, die eine Rückbildung der Ödeme ermöglichen. Zur Entlastung werden oftmals Gipse angelegt.

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