Katzenseuche

Die Katzenseuche ist auch unter dem Namen Panleukopenie bekannt. Es handelt sich dabei um eine Viruserkrankung, deren Erreger der Parvovirus ist. Das Virus ist sehr resistent, so dass es mehrere Monate außerhalb des Wirts überleben kann. Wie alle Viren muss es sich in den Zellen des Wirts einnisten, um sich zu vermehren zu können. Der Erreger wird durch die Schleimhäute des Mauls sowie durch die Nase aufgenommen. Sie nisten sich von hier aus im Knochenmark, dem Darmepithel sowie in den Lymphknoten ein. Durch die Lokalisation kommt es zu Symptomen des Abwehrsystemes sowie des Magen-Darm-Traktes. Die genauen Symptome manifestieren sich in Durchfällen. Diese können sehr stark und mit Blutbeimengungen vorliegen. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen nimmt stark ab. Fressunlust, Fieber, Bindehautentzündungen sowie Erbrechen und ein Rückgang der Vitalität können die Erkrankung begleiten. Die Symptome sind dabei sehr unterschiedlich ausgeprägt. Bei einigen Tieren verläuft die Erkrankung symptomlos. Häufig sie allerdings zum Tod. Erste Hinweise auf die Erkrankung liefert zunächst das klinische Bild. Eine Labordiagnostik kann schließlich den Verdacht erhärten. Die Erreger sind beispielsweise im Kot und in den Zellen befallener Organe nachweisbar. Die Therapie besteht aus einer Stärkung des Immunsystems. Häufig wird Interferon dafür verwendet. Darüber hinaus muss das Tier stabilisiert werden, um einen tödlichen Verlauf zu vermeiden. Antibiotika wirken nicht gegen den Erreger. Sie werden allerdings verordnet, um eine Reinfektion zu verhindern. Vorbeugend kann die Katze geimpft werden, so dass der Krankheit im Vorfeld entgegen gewirkt wird.

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