Kiemenwürmer gehören zur Gruppe der Hakensaugwürmer. Es handelt sich dabei um Ektoparasiten, die fast ausschließlich die Kiemen befallen. Der Wurm ernährt sich von Blut und Schleim, die er aus den Kiemen bezieht. Die Übertragung erfolgt durch Wasserpflanzen, auf denen die Eier der Kiemenwürmer zu finden sind. Aber auch neue Fische in einem Aquarium können für die Übertragung auf den alten Bestand verantwortlich sein. In der Regel verursachen die Parasiten keine Symptome. Anzeichen für eine Infektion treten daher erst auf, wenn die Tiere geschwächt sind. Ein deutliches Zeichen für den Befall ist die Veränderung der Kiemen. Die Kiemenblättchenspitzen können Wucherungen zeigen. Ist der Befall weit fortgeschritten, dann kann Atemnot entstehen, da die Kiemen im Verlauf der Krankheit zerstört werden. Äußerlich sind darüber hinaus noch viele Veränderungen an den Kiemen feststellbar – wie beispielsweise eine Verfärbung. Weitere Symptome sind Würgebewegungen. Dabei kommt es nicht zum Ausstoß von Futter. Die Tiere sind sehr schreckhaft und scheuern sich an Gegenständen. Zudem wirken sie apathisch, fressen kaum noch und sind sehr schreckhaft. Oftmals verstecken sie sich daher. Das Atmen ist stark gestört, so dass die Fische an die Oberfläche kommen müssen, um Sauerstoff zu erhalten. Die Diagnose ist durch den direkten Erregernachweis möglich. Die Therapie besteht aus einem Bad mit einem speziellen Wirkstoff. Das Tier muss eine längere Zeit in dem Wasser schwimmen. Zudem ist eine innere Behandlung möglich. Die Medikamente werden häufig als Lebendfutter verabreicht. Grundsätzlich sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Übliche Methoden wie die Erhöhung der Wassertemperatur sollten vermieden werden.

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