Das Koppen ist eine Stereotypie und damit eine Verhaltensstörung beim Pferd. Dabei wird die untere Halsmuskulatur angespannt, so dass ein Einströmen von Atemluft in die Speiseröhre ermöglicht wird. Dadurch entsteht ein Geräusch, dass dem rülpsen sehr ähnlich ist. Beim Freikoppen wird der Pferdekopf nach unten und dann schnell nach vorne bewegt. Eine andere Form ist das aufgesetzte Koppen. Hier liegt das Gebiss auf einem Untergrund auf. Der Hals wird stark gebogen. Die Ursachen sind nicht geklärt. Vermutet wird, dass die Tiere die Störung durch Langeweile entwickeln. Studien konnten allerdings auch die Wahrscheinlichkeit genetischer Faktoren nachweisen. Diskutiert wird auch der Zusammenhang mit nicht ausreichendem und schlechtem Futter. Es gibt unterschiedliche Therapien gegen das Phänomen. In einigen Fällen kann die zuständige Halsmuskulatur während einer Operation durchtrennt werden. Auch die Behandlung mit Medikamenten wie Serotonin ist erfolgreich, wobei nach Absetzen die Symptome wieder auftreten. Möglich ist die Optimierung der Haltung. Da das Koppen für das Tier allerdings keine schwerwiegenden Folgen hat, ist es eher für den Besitzer des Tieres störend. Daher sollte genau überlegt werden, ob eine Behandlung überhaupt notwendig ist.

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