Die Kryptopyrrolurie (KPU) ist eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung, deren Verbreitung bei zehn Prozent aller Tiere vermutet wird. Durch ihr seltenes Auftreten wird sie häufig nicht berücksichtigt und daher sehr spät erkannt. Es handelt sich dabei um eine erbliche Erkrankung. Sie äußert sich durch einen Mangel an Zink sowie Vitamin B6. Erschwert wird die Diagnose dadurch, dass sie vielzählige Symptome auslösen kann. Normalerweise werden Pyrrole als Giftstoff in der Galle gebunden und aus dem Körper geschleust. Dieser Vorgang ist allerdings bei einer KPU gestört. Daher bindet sich Vitamin B6 und Zink an die Pyrrole. Diese Mischung wird dann untypischerweise über die Nieren ausgeschieden und kann an dieser Stelle nachgewiesen werden. Zink und Vitamin B6 sind im Körper an unzähligen Reaktionen beteiligt, liegen allerdings durch die Bindung an Pyrrol nur noch vermindert vor, so dass Mangelzustände entstehen. Diese können sich in vielen unspezifischen Symptomen äußern. Deutlich ist allerdings, dass die Tiere sehr schreckhaft sind und Ekzeme entwickeln. Sie wirken müde und erschöpft und entwickeln ein starkes Headshaking. Die Diagnose kann durch eine Urinprobe und den Nachweis der Stoffe gestellt werden. Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Allerdings können Vitamin B6 und Zink sehr gut ergänzt werden, so dass die Auswirkungen minimiert werden. Auch weitere Vitamine und Mineralstoffe sollten hierfür ergänzend beigefügt werden.

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