Die Magentympanie tritt vor allem bei Meerschweinchen auf. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, bei der sich übermäßig viel Gase im Magen stauen. Die Erkrankung wird durch falsches und stark blähendes Futter hervorgerufen. Meerschweinchen verfügen nicht über eine gut ausgebildete Magenmuskulatur. Wird das Tier mit zu wenig oder dem falschen Futter versorgt, steigt daher die Verweildauer im Magen. Dadurch steigt die Gaskonzentration an und verursacht die Beschwerden. Daneben können auch Zahnerkrankungen als Ursache gesehen werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Nahrung nur wenig zerkleinert werden kann. Bakterieninfektionen runden die möglichen Ursachen ab. In schweren Fällen ist ein starker Rückgang der Aktivität zu beobachten. Zudem kommt es häufig zu Schmerzen, die sich in gekrümmter Haltung äußern. Die Nager knirschen oftmals mit den Zähnen. Ihr Bauch ist aufgebläht, wodurch sich der Körperumfang vergrößert. Wird er abgeklopft, dann erklingt ein hohles Geräusch. Häufig ist der Kreislauf sowie die Atmung beeinträchtigt. Dieser Umstand kann auch zum Tod des Tieres führen.Die Diagnose kann durch eine genaue Beobachtung erfolgen. In vielen Fällen wird das Tier geröntgt, da eine Abgrenzung zur Darmtympanie getroffen werden muss, die auch mit der Magentympanie kombiniert vorliegen kann. Die Therapie besteht aus einer Massage, um den Transport der Gase und der Nahrung zu fördern. Alternativ können Mittel eingesetzt werden, die ebenfalls für einen Weitertransport sorgen. In schweren Fällen kann das Gas über einen Schlauch in der Speiseröhre abgeführt werden. Darüber hinaus werden dann Schmerzmittel verschrieben. Sind Bakterien verantwortlich, dann werden Antibiotika eingesetzt. Bei Kreislauf- und Atemproblemen können stabilisierende Maßnahmen notwendig werden.

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