Die Pflanzenheilkunde nutzt Wirkstoffe, die in den verschiedenen Pflanzenarten zu finden sind. Es handelt sich dabei um eine der ältesten Therapiemethoden. Bereits im Mittelalter wurde mit Pflanzen geheilt. Zu dieser Zeit stand die Therapie von Menschen im Vordergrund. Erst im Laufe der Jahrhunderte breitete sich die Therapieform auf Tiere aus und wird heute standardmäßig zur Behandlung von Tieren aller Art eingesetzt. Die Pflanzenheilkunde wird nicht nur vom Menschen instrumentalisiert. Mittlerweile wurde entdeckt, dass einige Tierarten die Heilkraft von Heilpflanzen ihrer Umgebung sehr gut kennen. Sie nutzen diese Möglichkeiten aktiv. Einige Affenarten suchen beispielsweise aktiv nach bestimmten Pflanzen, wenn erkrankt sind. Verantwortlich für die Wirkung sind meistens die sekundären Pflanzenstoffe, wie Bitterstoffe und Ähnliches. Sie liegen in einer Pflanze in geringer Konzentration vor und wirken direkt auf den Organismus. Der Knoblauch verfügt beispielsweise über eine desinfizierende Wirkung und der Efeu über eine schleimlösende Eigenschaft. Ähnliche Möglichkeiten sind bei vielen Pflanzen verzeichnet. Obwohl verschiedene Wirkstoffe in einer Vielzahl von Pflanzen vorhanden sind, verfügen nur wenige über einen Gehalt, der einen Therapieeinsatz erlaubt. Diese Gewächse mit einem besonders hohen Wirkstoffgehalt sind dann häufig in einem Pflanzenheilkunde-Lexikon gelistet. Die verzeichneten Pflanzen werden dann in spezieller Form aufbereitet und werden somit zum Heilmittel. Pflanzenheilkunde ist dabei nicht gleich Pflanzenheilkunde. Vielmehr gibt es viele verschiedene Methoden, um die Wirkstoffe zu isolieren und aufzubereiten. Die Pflanzenheilkunde-Ausbildung ist insgesamt sehr umfangreich. Im Normalfall ist sie ein Teil der Tierarztausbildung. Auch Tierheilpraktiker nutzen vielfach die Heilkraft der Pflanzen. Für sie stehen eigene Ausbildungsgänge zur Verfügung.

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