Die Theobrominvergiftung wird durch den Genuss von Schokolade ausgelöst. Hierin findet sich das Theobromin, das bei den Katzen auf das Nervensystem wirkt und dort unter Umständen auch tödliche Wirkungen entfalten kann. Die Vergiftung ist bei Katzen nur selten anzutreffen, da die Tiere Schokolade meistens meiden. Allerdings befindet sich der Stoff auch in anderen Lebensmitteln und Produkten, die Kakaobohnenschalen enthalten. Daher ist eine Aufnahme des Theobromin nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Vergiftung äußert sich zunächst mit starkem Durst. Später entwickeln die Tiere Erbrechen und Durchfall. Ihr Bauch kann ebenfalls stark geschwollen sein. Im weiteren Verlauf weitet sich die Symptomatik dann auf den gesamten Kreislauf aus, der in der Folge nicht mehr stabil ist. Danach wird das Nervensystem befallen, was dann zur einer Lähmung der Atmung und damit zum Tod führen kann. Die Problematik entwickelt sich schnell, so dass – je nach aufgenommener Menge – der Tod innerhalb von 36 Stunden eintritt. Ist die Vergiftung kürzlich erfolgt, dann kann ein Erbrechen kübstlich herbeigeführt werden, so dass die Gifte nicht mehr in den Körper aufgenommen werden. Liegt die Einnahme bereits einige Zeit zurück, dann kann Aktivkohle verabreicht werden. Sie bindet das Gift und verhindert damit die Aufnahme durch die Darmwand in den Körper. Zugleich werden Infusionen zur Verdünnung des Giftes im Blut eingesetzt, wodurch auch die Ausscheidung über die Nieren stark gefördert wird. Die Symptome müssen dann mit Medikamenten weitgehend gemildert oder unterdrückt werden. Der Stoff selbst verursacht keine Schäden, so dass die Katze nach überstandener Vergiftung gute Chancen hat, beschwerdefrei zu leben. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Überlebenschancen.

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