Vogelpocken sind eine Viruserkrankung bei Vögeln, die durch Avipoxvieren verursacht wird. Es handelt sich dabei um eine meldepflichtige Erkrankung. Die Viren sind hochgradig ansteckend, so dass eine schnelle Ausbreitung wahrscheinlich ist. Die Infektion erfolgt durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Häufig wird die Übertragung durch kleine Verletzungen möglich, die in der Haut oder der Schleimhaut vorliegen. Nach der Infektion tritt zunächst eine lokal eng begrenzte Hautrötung auf. Später kommt es dann zur Bildung einer Papel. In der Folge tritt an den Hautveränderungen ein Borkenbildung auf. Danach werden die Erreger schließlich in das Blut ausgeschwemmt, so dass alle Gewebe betroffen sein können. In dieser ersten Phase werden die Leber und lymphatischen Organe besiedelt. Danach erfolgt eine zweite Ausschwemmung, die dann auch die Schleimhäute sowie die Lungen befällt. DAnach können sich die Symptome unterschiedliche lokalisieren. An der Haut können Papeln auftreten, die sich nach einiger Zeit gelblich und bräunlich verfärben, bis sie schließlich abfallen. Bei einer weiteren Form werden die Schleimhäute befallen und es kommt zu Belägen, die im Bereich des Schnabels gut sichtbar sind. Häufig sind diese Formen mit Hautsymptomen kombiniert. Kommt es zu einer septischen Verlaufsform, zeigen sich allgemeine Symptome wie Abgeschlagenheit, Zyanosen und Futterverweigerung. Diese Form führt häufig zum Verenden der Tiere. Eine Therapie ist nicht möglich. Vielmehr kann eine Impfung vor dem Ausbruch der Erkrankung schützen.

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