Viele Hunderassen haben einen natürlichen Jagdtrieb. Dieser kann – wie bei Windhunden – stark genug ausgeprägt sein, um alle erteilten Kommandos zu ignorieren. Der Hund jagt dann einfach dem Wild hinterher und einige Rassen sind sogar in der Lage, das Wild zu töten. Bei einem Afghanenrüden kann beispielsweise auch ein Reh erfolgreich gejagt werden. Daher stellt sich die Frage, auf welche Weise dem Trieb entgegengesetzt werden kann. Es gilt immer, dass die Unterdrückung leichter ist, wenn das Tier noch nie erfolgreich war. Hat es bereits Beute gemacht, dann ist es wesentlich schwerer, den Trieb zu unterdrücken. Bei Rassen, die ursprünglich nur die Aufgabe hatten, Beute zu erjagen, damit sich der Mensch ernähren kann, hilft meistens nur das Anleinen. Dadurch wird der Hund davon abgehalten, sich vom Halter zu entfernen. Dies ist bei vielen Windhunden gegeben, die meistens auf Sicht jagen. Dies bedeutet: Sehen sie keine Beute, jagen sie nicht. Eine Ausnahme bildet der Ibizahund, der sowohl auf Sicht als auch auf Geruch und Gehör jagt. Eine Möglichkeit ist daher, die Hunde nur in Gebieten zu bewegen, in denen sie jagen dürfen oder in denen keine Beute zu erwarten ist. Bei vielen Hunden kann ein Ersatz für die Jagd erfolgen. Dies ist dann möglich, wenn der Hund noch nie erfolgreich gejagt hat. Hierfür sind kleine Futterbeutel geeignet, die an einer Leine gezogen werden. Das Wildern muss immer unterbunden werden. Nach deutschem Recht dürfen Jäger den Hund erschießen, wenn dieser Wild verfolgt. Allerdings ist die Definition des Wilderns nicht präzise bekannt. Viele Rassen jagen zwar, sind aber nicht in der Lage, die Beute tatsächlich einzuholen und zu töten.

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