Die Zähmung entspricht nicht der Domestikation. Vielmehr findet bei zweiterem eine Anpassung des natürlichen Verhaltens wilder Tiere an den Menschen statt. Die Tiere gewöhnen sich an den Menschen und werden ihm daher nicht gefährlich. Die Zähmung ist daher eine Voraussetzung für die Domestikation, kann aber nicht mit ihr gleichgesetzt werden. Da es sich um Wildtiere handelt, kann das natürliche Verhalten unter bestimmten Voraussetzungen wieder in den Vordergrund treten. Dies ist beispielsweise bei Raubkatzen der Fall. Werden die natürlichen Bedürfnisse erfüllt, dann können sie mit dem Menschen friedlich zusammenleben. Geschieht allerdings ein Fehler bei der Haltung, dann können die Instinkte überwiegen und zu einem Angriff führen. Eine Zähmung kann über mehrere Stunden bis hin zu mehreren Monaten erfolgen. Im Rahmen derer muss auch ein Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden. Als zähmbar gelten alle Tierarten, die über eine ausreichende Gehirnleistung und -kapazität verfügen. Dies ist häufig bei Säugetieren der Fall. Niedere Tiere wie Quallen, Schnecken oder Spinnen sind daher nicht zähmbar.

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