Die Zerebelläre Abiotrophie ist eine Erkrankung beim Pferd. Betroffen ist das neurologische System der Tiere – genauer gesagt das Kleinhirn. In diesem Areal kommt es zum Absterben von Neuronen, die auch als Purkinjefasern bezeichnet werden. Die Erkrankung ist genetisch veranlagt. Die genetische Veranlagung kann als Programmierung gesehen werden, die bereits in den ersten Lebensmonaten aktiviert wird. Bedingt durch die Aufgaben des Kleinhirns sind vor allem die Bewegungen des Tieres betroffen. Gleichgewicht, Koordination und Motorik zeigen deutliche Einschränkungen. Der Kopf kann zittern und das Pferd ist sehr aktiv bis hyperaktiv. Der Gang ist beeinträchtigt und das räumliche Sehen wird gestört. In schweren Fällen kann das Tier kaum fähig sein, sich aufrecht hinzustellen. Die Symptome entwickeln sich nicht spontan und plötzlich, sondern über einen langen Zeitraum hinweg. In vielen Fällen werden die Probleme erst sichtbar, wenn das Tier trainieren soll. Die genetische Veranlagung löst nicht immer Symptome aus. Daher muss ein vom Defekt betroffenes Tier nicht automatisch Symptome entwickeln. Die Erkrankung kann nicht behandelt werden.

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