Eine Zuchtschau dient der Beurteilung der Schönheit von Tieren. Sie wird für die jeweiligen Rassen veranstaltet. Grundlage der Schau sind immer festgelegte Kriterien, die sich sowohl auf das Aussehen wie auch auf die Bewegungen beziehen. Häufig sind diese Schauen die Grundlage dafür, welche Tiere zur Zucht verwendet werden. Daher findet auf diesen Veranstaltungen – die von den Verbänden und Vereinen ins Leben gerufen werden – auch immer eine Selektion statt. Tiere, die nicht den gängigen Standards entsprechen, werden dann beispielsweise nicht mehr für die Zucht eingesetzt. Durch dieses Vorgehen soll gewährleistet werden, dass die Rassestandards eingehalten werden und sich die Rassen daher nicht verändern. Allerdings ändern sich die Standards in unregelmäßigen Abständen, so dass dann Tiere, die noch kurz vorher dem Ideal entsprachen, nicht mehr zur Zucht verwendet werden können. Problematisch ist dieses Vorgehen durch den Umstand, dass nur noch auf genetische Merkmale wert gelegt wird. Diese werden vom Menschen festgelegt. Auf diese Weise bilden sich auch Rassen, die in der Natur keine Überlebenschance haben. Die Tiere können degenerieren und genetische Fehler treten vermehrt auf. Deutlich zu beobachten ist dies bei Hunden und Katzen. Hier werden Tiere gezüchtet, die häufig zwar dem Schönheitsideal entsprechen. Dieses Ideal ist allerdings oftmals durch Krankheiten bedingt. Beim Schäferhund wurde beispielsweise über viele Jahre hinweg ein Körperbau vorgeschrieben, der eine Hüftdysplasie mit all ihren Folgen beinhaltete. Daher litten viele Tiere unter Schmerzen. Ähnliches ist bei vielen Zuchtrassen zu beobachten. Dies ist unabhängig von der Tierart.

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