Aggressivere Nachkommen bei Blaukehl-Hüttensänger wegen Nistplatz-Konkurrenz

Der Blaukehl-Hüttensänger (Sialia mexicana) gehört zur Familie der Drosseln. Die Vögel leben im westlichen Nordamerika. Das Gefieder der Männchen dieser mittelgroßen Vögel ist an der Oberseite und der Kehle leuchtend blau, ihre Brust ist rot gefärbt. Die Weibchen verfügen über ein weniger farbenprächtiges Federkleid.

Bei den Blaukehl-Hüttensängern handelt es um ganz erstaunliche kleine Vögel. Denn ihre Vermehrung erfolgt in einem ganz bestimmten Zyklus. Gibt es nur wenige Nistplätze, so legen die Vögel Eier, die mehr Sexualhormone enthalten. Dadurch kann sich der entstehende Nachwuchs offenbar besser durchsetzen. Bei einer Studie der Universität von Arizona wurde das Verhalten der Vögel über einen Zeitraum von zehn Jahren genau untersucht. Die Aggressivität der Brut von Blaukehl-Hüttensängern ändert sich der Studie zufolge mit der Zahl von verfügbaren Nistplätzen.

Wie kommt es zu dieser erstaunlichen Entwicklung?

Wenn Du Blaukehl-Hüttensänger in der Natur beobachten kannst, fallen sie in der Regel nicht durch aggressives Verhalten auf. Müssen sie jedoch mit Artgenossen oder anderen Vögeln um die Nistplätze konkurrieren, so scheint dies einen Einfluss auf die Hormone der Nachkommen zu haben. Die Weibchen legen dann Eier, die einen höheren Anteil des Sexualhormons Androgen haben als ohne eine derartige Konkurrenz. Diese Vögel haben Eigenschaften, die sonst nicht zu beobachten sind. Diese sind etwa kürzere Brutzeiten,andere Arten wie der Berg-Hüttensänger werden verdrängt, allerdings fällt darüber hinaus auch auf, dass agressivere männliche Tiere dazu neigen neue Brutplätze zu besiedeln.

In der Regel besiedeln die Hüttensänger Lebensräume, die durch Waldbrände entstehen. Dabei sind die Berg-Hüttensänger (Sialia currocoides) meist schneller vor Ort. Allerding werden diese dann von den aggressiveren Blaukehl-Hüttensängern (Sialia mexicana) aus ihren Nisthöhlen vertrieben.

Wann endet der Zyklus und warum?

Innerhalb dieser Verdrängungssituation geben die weiblichen Vögel mehr Androgene an ihre Eier ab. Das lässt allerdings schlagartig nach, wenn die Tiere genügend Nistplätze erobert haben. Die danach geschlüpften Blaukehl-Hüttensänger sind weit weniger aggressiv. In der Folge werden dann auch die Nistplätze wieder rarer und der Zyklus beginnt erneut.

 

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