Die Holzwespe

Die Holzwespe (Siricidae) gehört zur Familie der Hautflügler (Hymenoptera) und damit zu den Pflanzenwespen. Es gibt weltweit etwa 100 Arten, wobei diese hauptsächlich in den Wäldern der nördlichen Breiten beheimatet sind. In Europa gibt es ca. 21 Arten, 8 davon leben in Mitteleuropa. Anders als ihre Namensvettern sind die Holzwespen nicht aggressiv und Du musst keine Angst vor einem Stich haben.

Wie sieht eine Holzwespe aus?

Die Holzwespen gehören zur Gruppe der Hautflügler. Wie bei vielen Insektenarten ist auch hier das Männchen etwas kleiner als das Weibchen. Hier die wichtigsten Erkennungsmerkmale:

Größe: 40 Millimeter
Körperbau: langgezogen und walzenförmig
Fühler: Fühler mit 12 bis 30 Gliedern
Legebohrer: Ovipositor mit paarigen Sägeborsten

Die Larve der Holzwespe ist gelblich-weiß gefärbt und hat keine Augen. Ihre Mundwerkzeuge sind sehr kräftig und können Holz mühelos zerkleinern. Ihre Thorakalbeine sind kurz, die Bauchbeine fehlen komplett.

Wie leben die Holzwespen?

Das Weibchen legt ihre Eier in das Holz von morschen Bäumen. Dies tut sie mittels ihres Ovipositors . Je nach Art und Unterfamilie auch ins Holz von Nadelbäumen. Zur Eiablage klappt sie ihren Legebohrer aus der Scheide hervor und dringt damit bis zum Anschlag ins Holz ein. Leider fallen viele der Tiere bei dieser Arbeit Fressfeinden zum Opfer. Dennoch schaffen es die Tiere, zwischen 200 und 400 Eier abzulegen.

Die Larven entwickeln sich im Holz und nagen dabei bis zu 40 cm lange Gänge. Während sie sich durch den Baum nagen, drücken sie das Bohrmehl mit dem Hinterleib fest. Es dauert lange, bis aus der Larve eine fertige Holzwespe wird. Von der Eiablage bis zur fertigen Wespe dauert die Entwicklung zwei bis vier Jahre. Allerdings ernähren sich die Larven nicht direkt vom Holz der Bäume, sondern von einem Pilz, der das Holz zersetzt. Wie etwa dem Blutenden Nadelholz-Schichtpilz (Stereum sanguinolentum). Diese Pilze bewahrt das Weibchen in spieziellen Drüsen am Hinterleib auf und überträgt diese auf das Holz. Nach dem Schlüpfen bohrt sich die fertige Holzwespe dann einfach wieder ins Freie.

 

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