Frühling im Feuchtbiotop

Der Frühling ist eine herrliche Jahreszeit. Jedes Jahr aufs neue können wir es nicht so richtig fassen, dass die Welt hinter den Fenstern unserer Behausungen und Arbeitsplätze ihre kalte, finstere und lebensfeindliche Winterstimmung ins Heitere, Freundliche und Warme kehrt. Es beginnt eine Zeit des Erwachens für uns Menschen, die Flora und die Fauna. So auch in und an unseren Teichen und Seen. Wer dieser Tage einen entspannten Spaziergang zum nahen See unternimmt oder bei einem kalten Bier im Liegestuhl am Gartenteich sitzt, kann allerhand erstaunliches Beobachten.

Frühlingshaftes Treiben in unseren Gewässern

Mit einem Larvenstadium von einem bis drei Jahren (je nach Unterart) sind Libellen recht geduldig mit ihrer Entwicklung. Die Eiablage durch die erwachsenen Tiere erfolgt im Sommer. Libellenlarven schlüpfen dann im Herbst und verbringen 2 lange Winter im Teich. Das Frühjahr des dritten Jahres läutet die finale Phase ihrer Entwicklung ein. Sobald die Schneedecke sich endgültig verzogen hat, schlüpfen die jungen Libellen aus ihren Kokons und schmücken mit ihrem schillernden Panzer und ihren Flugkünsten jeden Teich in der Dämmerung.

Auch der Stichling freut sich über das wärmer werdende Wasser und besonders über den Nachwuchs der anderen Teichbewohner. Unter dem dicken Eispanzer des Winters lümmelte er apathisch am Grund herum. Mit dem Einzug des Frühlings erwacht dieser Vertreter der Stachelflosser und Verwandte des Barsches ebenfalls und macht sich hungrig auf die Suche nach kleinen Krebsen, Insektenlarven und Froschlaich.

Eine amphibische Reise

Was an Froschlaich nicht im Magen des Stichlings endet, entwickelt sich alsbald (ab März) zu kleinen Kaulquappen, welche sich bis zum Sommer zu voll entwickelten Jungfröschen gemausert haben. Diese verbringen nun fröhlich quakend, Insekten vertilgend und allzeit auf Gefahren achtend ihr Dasein, bis sie sich im Herbst zur Überwinterung in teichnahe Erdlöcher zurückziehen.

Baumwurzeln, Erdlöscher oder Laubhaufen sind auch der bevorzugte Rückzugsort für Kröten. Dank ihrer Hautbeschaffenheit sind diese Amphibien jedoch nicht so sehr auf unbedingte Wassernähe angewiesen wie Frösche oder Molche. Dennoch kehren sie zum Frühjahr an den See ihrer Geburt zurück, um selbst abzulaichen. Diese Krötenwanderung wird jedoch oft zum Problem für Tier und Mensch, da die Kröten auch Straßen, Radwege und Grundstücke überqueren. Seid also rücksichtsvoll, umsichtig und vorsichtig, wenn ihr im Frühjahr unterwegs seid, um die Tiere nicht zu verletzen.

 

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