Nicht nur Menschen suchen den Rausch

Menschen bilden bei weitem keine Ausnahme bei ihrer Suche nach dem Kick durch Drogen. Der Biologe Dr. Mario Ludwig beobachtet seit langem, dass auch Tiere sich durch verschiedene Mittel in einen Rausch versetzen.

Zum Beispiel Kängurus, die sich im australischen Bundesland Tasmanien an den riesigen legal angebauten Schlafmohnfeldern erfreuen. Wenn die Tiere die Mohnkapseln essen, führen die enthaltenen Morphine und Opiate zu einem berauschenden Zustand. Diese Tiere wurden häufig dabei beobachtet, dass sie anschließend einfach im Kreis herumhüpften.

Wenn Rentiere headbangen

Ein ähnliches Phänomen zeigten auch schon Schafe, die nach der Ernte noch Mohn fraßen. Rentiere dagegen bevorzugen Fliegenpilze, die sie im Winter sogar aus der Erde ausgraben. Die Pilze wirken mit ihren psychoaktiven Substanzen ähnlich wie LSD, sodass die Tiere nach dem Verzehr unsicher in ihren Bewegungen werden, komische Geräusche machen und zum Teil eine Art Headbanging zeigen.

Dabei treffen Tiere nicht nur auf natürliche Drogen, sondern auch auf welche aus Menschenhand. Als Beispiel nennt der Biologe Bären auf der Halbinsel Kamtschatka, die sich durch das Schnüffeln an Kerosinfässern, die die Wildhüter zurückließen nachdem sie ihre Hubschrauber betankt hatten, in einen Rausch versetzten – der sich sehr friedlich und in einer Art Schwerelosigkeit äußert. Die Bären zeigten sogar ein Abhängigkeitsverhalten, indem sie den Hubschraubern hinterher liefen, um noch ein paar Tropfen abzubekommen. Doch da Kerosin auch Krebs auslösen kann, werden die Bären nun von den Fässern ferngehalten.

Tiere nehmen die Rauschmittel bewusst zu sich

Aber auch übermäßiger Drogenkonsum kann für Tiere gefährlich werden. Beispielsweise nutzen Delphine den hochgiftigen Kugelfisch mit seiner hohen Konzentration des Nervengifts Tetrododoxin als Droge. Die Tümmler beißen dabei ein wenig auf dem Fisch herum und geben ihn dann in ihrer Gruppe weiter – ähnlich wie einen Joint. Die Tiere sind anschließend in Trance und lassen sich an der Oberfläche treiben, was einmal sogar gefilmt werden konnte. In den meisten Fällen ist davon auszugehen, dass Tiere sich bewusst in den Rauschzustand begeben und nicht zufällig bestimmte Drogen zu sich nehmen – der resultierende Zustand wird als angenehm empfunden.

Für Alkohol greifen Tiere beispielsweise auf vergorene Beeren zurück. Singvögel zeigen sich dabei besonders „trinkfest“. Hätten sie eine menschliche Statur, könnten sie jede acht Minuten eine Flasche Wein trinken, ohne betrunken zu werden. Igel dagegen sind sehr schnell betrunken.

 

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